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Alleineinboot: Ein Erfolgsmodell

Initiative in Bad Segeberg Alleineinboot: Ein Erfolgsmodell

Kreispräsident Winfried Zylka ist das 100. Mitglied des Vereins „Alleineinboot“. Damit unterstützt der CDU-Politiker aus Bornhöved ein Erfolgsmodell, das nicht nur im Kreis Segeberg seinesgleichen sucht. „Das hat Vorbildcharakter“, meint Zylka.

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Sie begrüßten Kreispräsident Winfried Zylka (4. von links) als 100. Mitglied in ihrem Verein Alleineinboot: Jacques Götzmann (von links), Ghulam Karimi, Jola Drews, Jana und Jan Oelschlegel.

Quelle: Patricia König

Kreis Segeberg. Es ist zweieinhalb Jahre her, dass Jugendliche aus Bad Segeberg eine Initiative gründeten, die sich für den integrativen und interkulturellen Austausch sowie zwischenmenschliche Toleranz einbringen will. Das soll zum einen mit kulturellen öffentlichen Veranstaltungen geschehen, aber auch mit dem direkten Kontakt zu Flüchtlingen und Asylbewerbern im Kreis.

 „Mit der Mitgliedschaft als Privatmensch möchte ich meine Anerkennung für das tolle Engagement der jungen Erwachsenen ausdrücken“, erklärt Zylka. Er selbst habe als junger Austauschschüler in den USA erfahren, wie es ist, in einem fremden Land eine neue Kultur, neue Menschen und neue Freunde kennen zu lernen. „Es bleibt immer etwas zurück von dem, was man dort erlebt“, weiß er. Auch die Flüchtlinge würden, wenn sie zurück in ihre Heimat gehen, etwas mitnehmen für ihr ganzes Leben, ist sich Winfried Zylka sicher.

 Mittlerweile ist aus der Initiative längst ein Verein geworden. „Den haben wir nur wegen des Bundesbürgerpreises gegründet“, versichert Jana Oelschlegel, Vorstandsmitglied der ersten Stunde. Den hatten sie 2014 gewonnen. Kurz danach setzte die Flüchtlingswelle ein. Die jungen Erwachsenen reagierten schnell und der Verein wuchs stetig weiter.

 Heute setzen sich 117 Leute für das gemeinsame Zusammenleben von Migranten, Flüchtlingen und Deutschen ein: in der „Mischbar für alle“, bei Patenschaften von Grundschülern für Flüchtlingskinder, Sporttreffs, Schwimmunterricht, Werkstätten, Theater- und Deutschkursen, Tee-Mobil und Kulturtreffpunkt in der Gemeinschaftsunterkunft Schackendorf, Ferienspaß und vielem mehr.

 Auf ihr 100. Mitglied sind der Vorsitzende Ghulam Karimi sowie seine Mitstreiter Jola Drews, Jan und Jana Oelschlegel und Jacques Götzmann stolz. „Wir hatten mehrere Kandidaten zur Auswahl“, erklärt Jana Oelschlegel. Zylka habe den Verein von Anfang an unterstützt, bekannt gemacht und gefördert. Deswegen hatte er nun die Ehre, als 100. aufgenommen zu werden.

 Schon bevor die große Flüchtlingswelle kam, habe der Kreis Segeberg sich für Menschen mit Migrationshintergrund eingesetzt, so Zylka. Dazu gehöre das Konzept zur Migrationsförderung ebenso wie etwa die Charta der Vielfalt. Immerhin gebe es Menschen aus 150 Ländern im Kreis, ganz abgesehen von denen, die in zweiter oder dritter Generation hier leben. Deswegen habe er das Engagement der jungen Menschen von Anfang an „fantastisch“ gefunden. Denn es brauchte natürlich Ehrenamtliche, die bei der Umsetzung der Konzepte und Ideen helfen.

 Dass der Kreis verstärkt auf Jugendliche setzt, zeigt sich an einer neuen Idee: Demnächst sollen auch Oberstufenschüler unter dem Motto „Demokratie leben, Demokratie lernen“ in Projektwochen am Kreistagsgeschehen teilhaben können. Doch das Konzept müsse noch in den Fachausschüssen besprochen werden, erklärt Zylka.

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