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Zusammenschluss nach brutaler Attacke

Innenminister in Oersdorf Zusammenschluss nach brutaler Attacke

„Es darf nicht sein, dass ehrenamtlich tätige Bürger in ihren Aufgaben beeinträchtigt werden“, stellte Innenminister Stefan Studt am Freitagmittag klar. Nach der brutalen Attacke gegen Oersdorfs Bürgermeister Joachim Kebschull suchte der Landesminister umgehend das Gespräch.

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Der Innenminister von Schleswig-Holstein, Stefan Studt (SPD) gibt vor dem Gemeindehaus von Oersdorf (Kreis Segeberg) eine Pressekonferenz zusammen mit dem Sprecher des Ministeriums, Patrick Tiede (r).

Quelle: Georg Wendt/dpa

Oersdorf. Kommunalpolitiker, Vertreter des Amtes Kisdorf sowie Bürgermeister der Umlandgemeinden und Landrat Jan Peter Schröder waren außerdem anwesend. Dafür trafen sich alle im Gemeindehaus Oersdorf, etwa 50 Meter neben dem Tatort. Die Bürgermeister des Amtes Kisdorf und die Gemeindevertreter seien alle geschockt. „So etwas wie gestern Abend darf nicht passieren“, machte Studt deutlich. Demokratie müsse wehrhaft sein. Als Zeichen der Solidarität mit Joachim Kebschull habe man sich versammelt und unter anderem über die Drohbriefe gesprochen. Beim Amt Kisdorf seien am Donnerstag „zwei kommentierende Mails“ eingetroffen, erklärte der leitende Verwaltungsbeamter Rainer Löchelt. Alle bisherigen Drohungen hätten in der Briefpost gelegen.

„Wir sind entsetzt“, sagte der zweite stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde, Hans-Hermann Gravert. „Oersdorf hat eine intakte Dorfgemeinschaft.“ Er und seine Kollegen aus der Kommunalpolitik seien ratlos und geschockt.

Innenminister Studt wollte zu den laufenden Ermittlungen wegen Körperverletzung nichts Näheres sagen. Ein fremdenfeindlicher Grund für den Überfall dränge sich angesichts der vorherigen Vorgänge auf. Es werde unter Volldampf ermittelt. Es gebe bisher keinen Verdächtigen. Der Staatsschutz sowie die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

Bürgermeister Kebschull kann laut Studt in den nächsten Tagen das Krankenhaus verlassen. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Allerdings gab Studt zu bedenken: „So ein Vorfall macht auch etwas mit einem.“

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Kommunalpolitik gehört zu den Freizeitbeschäftigungen, in denen einem der Dank nicht hinterherschleicht. Zahllose Sitzungen, komplizierte Sachlagen, Themen wie die Flüchtlingskrise, die vor Ort bewältigt werden müssen, nicht nur in Kabinettssitzungen.

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