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Breitbandnetz fast überall

Internet im Kreis Segeberg Breitbandnetz fast überall

Im Kreis Segeberg werden bald fast alle Bürger mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde im Internet surfen können. Der Wege-Zweckverband (WZV) bereitet die Ausbauschritte für die letzten „weißen Flecken“ auf der Breitbandlandkarte vor.

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Quelle: Archiv

Kreis Segeberg. Wegen veränderter Rahmenbedingungen muss der WZV aber sein bisheriges Finanzierungskonzept umbauen. Trotz neuer Bundeszuschüsse müssen Gemeinden eventuell einen Eigenanteil übernehmen.

 In den drei Jahren bis zum Sommer 2016 wird der WZV 34 Ortsteile mit 3500 Kunden angeschlossen und weit über 15 Millionen Euro investiert haben. Zurück holt sich der WZV das Geld über die Pacht des Betreibers, die Stadtwerke Neumünster (SWN). Sie bieten den Haushalten Internet, Fernsehen und Telefonie an. In Kürze folgt der Ausbau wohl noch in Westerrade, Geschendorf, Strukdorf, Pronstorf, Rohlstorf und Klein Gladebrügge.

 Auf Wunsch der Kreispolitik soll der WZV auch den restlichen Gemeinden, Ortsteilen und Splittersiedlungen im Kreis Segeberg schnelles Internet anbieten. Doch dieser Ausbau wird, relativ gesehen, teurer als bislang. Deshalb muss der WZV sein Finanzierungsmodell ändern, erklärt WZV-Breitbandexpertin Meike Kretschmer.

 Bislang verlegt der WZV die Leitungen und kassiert von SWN eine Pacht, bemessen nach der Länge der Leitung und der Kundenzahl. Doch die jetzt noch zu verlegenden Leitungen werden länger, die Kundenzahlen geringer sein. Vereinzelt sind auch weitere Verteilerstationen (sogenannte POPs) nötig.

 Einen Teil der Mehrkosten könnten Zuschüsse des Bundes auffangen. Er hat ein Sonderprogramm aufgelegt. Wollte der Bund die Bevölkerung bislang mit Internetleitungen mit mindestens 1 Mbit pro Sekunde versorgt wissen, sollen es jetzt mindestens 50 sein.

 Mit diesen Zuschüssen könnte die Hälfte derjenigen Kosten bezahlt werden, die nicht gedeckt sein werden, erläutert Kretschmer. Den Rest müsste eventuell die Gemeinde als Eigenanteil aufbringen. Das sei aber noch völlig offen, sagt Meike Kretschmer. Der Bund habe sich noch nicht festgelegt und noch kein Finanzierungsmodell berechnet.

 Die Folgen der neuen Entwicklung: Der WZV muss die Verpachtung seiner Leitungen EU-weit neu ausschreiben. Vorgeschaltet werden muss ein Markterkundungsverfahren. Denn der öffentlich-rechtliche WZV darf nur bauen, falls alle privaten Investoren abgewunken haben. Kretschmer rechnet damit, dass sich die SWN wieder als Partner bewerben werden. Der neue Betreiber wird im Jahr 2017 feststehen.

 Vom neuen Modell werden fast 20 Gemeinden profitieren können. Wenn die Gemeindevertretungen zustimmen, zählen dazu unter anderem Bahrenhof, Blunk, Bühnsdorf, Heidmühlen, Krems II, Travenhorst, Schackendorf, Schieren und Boostedt sowie etliche Splittersiedlungen.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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