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Investoren-Pläne abgelehnt

Levo-Park Bad Segeberg Investoren-Pläne abgelehnt

Mit 14:8 Stimmen hat die Vollversammlung des Zweckverbandes Mittelzentrum die Einzelhandels-Pläne für den Levo-Park beerdigt - und den Rest der Planungen gleich mit. Der gesamte Flächennutzungsplan ist damit gescheitert. Investor Ulf Wachholtz wird umplanen müssen.

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Der Moment der Entscheidung gestern kurz nach 19.30 Uhr: Mit Mehrheit lehnt die Zweckverbandsversammlung im Bürgersaal des Bad Segeberger Rathauses den Flächennutzungsplan für den Levo-Park ab. Vor allem am geplanten Einzelhandel hatte es erhebliche Kritik gegeben.

Bad Segeberg. Planer Professor Gerhard Steinebach stellte im Bürgersaal des Rathauses in Grundzügen die Abwägung der Anregungen und Bedenken vor, die zum F(lächennutzungs)-Plan eingegangen waren. Der Knackpunkt: Wachholtz will bis zu 12000 Quadratmeter Einzelhandel im Levo-Park ansiedeln dürfen - fast so viel, wie die gesamte Bad Segeberger Innenstadt an Verkaufsfläche hat. Dagegen gibt es erhebliche Vorbehalte, ebenso gegen die Ausweisung eines geplanten Wohngebiets an der Grenze zu Fahrenkrug.

 Vorbehalte gegen bestimmte Sortimente auf dem Ex-Kasernengelände wies Steinebach mit dem Hinweis zurück, dass dies jetzt im F-Plan-Verfahren noch nicht entschieden werde, sondern erst später bei der Aufstellung eines B(ebauungs)-Plans. Darüber können dann aber nur noch die Bad Segeberger entscheiden, nicht ihre Zweckverbandskollegen aus Wahlstedt, Fahrenkrug und Schackendorf. Sie alle haben in der Vollversammlung jeweils sechs Stimmen.

 SPD-Mann Joachim Wilken-Kebeck (Bad Segeberg) warb dafür, den F-Plan anzuschieben, damit am B-Plan gearbeitet werden kann. „Da darf Einzelhandel hin, aber es muss der richtige Einzelhandel sein. Dafür werden wir in Bad Segeberg alles tun.“

 Doch vor allem aus Wahlstedt und Schackendorf kamen massive Vorbehalte. Heinrich Westphal (SPD, Wahlstedt) monierte, dass die anfänglich 800 Quadratmeter für einen Lebensmittelmarkt mittlerweile zu 12000 Quadratmetern Handelsfläche ausgeufert seien. Insgesamt wären künftig nach jetzigen Überlegungen über 8,7 Hektar Handel auf dem Kasernen-Grundstück möglich. Westphal: „Das können wir nicht mitgehen.“

 Jürgen Göttsch (CDU, Schackendorf) bemängelte etliche Ungenauigkeiten in den Planunterlagen. Dass bei vielen Kommunalpolitikern von den insgesamt 149 Seitenzwischen sieben und zehn Blätter fehlten, machte die Sache nicht besser, zumal der geplante Beschluss laut Göttsch sehr weitreichend ist. „Ob das richtig ist, werden wir erst in fünf bis zehn Jahren wissen.“ Ebenfalls kritisch äußerten sich die Bad Segeberger Annelie Eick (Grüne) und Heino Pfeiffer (BBS).

 Unterstützung gab es aus Fahrenkrug. „Es ist relativ schwierig“, räumte Bernd Reimers (CDU) ein. „Ich weiß nicht, ob es nach dem Beschluss die Bad Segeberger Innenstadt in zehn Jahren noch gibt. Ich weiß aber auch nicht, ob es sie ohne den Beschluss in zehn Jahren noch gibt.“ Für Fahrenkrug haben zusätzliche Handelsflächen keinen Nachteil; zusätzlicher Wohnraum wäre sogar erwünscht. Die Gemeinde will in den F-Plan einbezogen werden, damit auch auf ihrem Gebiet einige neue Häuser entstehen können.

 Am Ende votierten lediglich Joachim Wilken-Kebeck (SPD) und Dieter Gamm (FDP) sowie die sechs Fahrenkruger für den F-Plan. Wahlstedt und Schackendorf stimmten geschlossen dagegen, ebenso die Bad Segeberger Annelie Eick (Grüne), Thomas Vorbeck (CDU) und Heino Pfeiffer (BBS). Die Mehrheit folgte hingegen einem Antrag von Grünen und BBS, die Entwicklung des Levo-Parks zum reinen Gewerbegebiet voranzutreiben und entsprechende Verhandlungen mit dem Investor zu führen. In Einzelfällen (zum Beispiel bei der Ansiedlung eines Baustoffhandels oder eines anderen Unternehmens, das nicht für die Innenstadt gefährlich ist) solle das Ausweisen von Einzelhandel möglich sein. Darüber habe aber die Stadtvertretung zu befinden.

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