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Wasserqualität klar verbessert

Itzstedter See Wasserqualität klar verbessert

Die Wasserqualität des Itzstedter Sees hat sich deutlich verbessert. In erster Linie brachte eine sogenannte Phosphatfällung den gewünschten Erfolg. Sie bindet das zuvor im Wasser gelöste Phosphat, reduziert damit den Nährstoffgehalt und so das Algenwachstum.

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Die Qualität des Wassers im Itzstedter See ist deutlich besser geworden.

Quelle: Harald Becker

Itzstedt. Das ist eine frohe Kunde nicht nur für die Badegäste des 14 Hektar großen Sees. Während der jüngsten Sitzung des Schwimm- und Badestättenausschusses im Amt Itzstedt berichtete Holger Göring, Diplom-Biologe vom KLS-Gewässerschutz, dass der Phoshorgehalt um 83 Prozent und der Stickstoffgehalt um 65 Prozent zurückgegangen seien. Und die Sichttiefe habe sich mit 2,80 Meter im bis zu 7,20 Meter tiefen See im Vergleich zu 2011 mehr als verdoppelt.

 „Algen entziehen dem Wasser Sauerstoff und schaden damit den Ökohaushalt des Sees. Sie schnüren den Lebewesen förmlich die Luft ab“, erklärte der Fachmann. So sei es nicht verwunderlich gewesen, dass im Jahr 2010 Hunderte tote Fische im Wasser trieben.

 Sechs Tonnen Bentophos, ein spezielles Tonmineral, wurden zu diesem Zweck flächendeckend in den Itzstedter See eingebracht. Die Kosten von rund 30000 Euro übernahmen das Amt Itzstedt und die Aktivregion Alsterland. „ Ob diese Methode wirklich nachhaltig ist, werden künftige Untersuchungen zeigen“, erklärt Helmut Thran (SPD), Vorsitzender des Umwelt- und Badestättenausschusses Itzstedter See.

 Außerdem wurden 180 Erlen und Weiden abgeholzt. Dadurch gelangt ein geringerer Anteil an Biomasse (Blätter, Äste) in den See. Weiterhin wurden mehr und bessere sanitäre Anlagen an der Badestelle geschaffen - mit dem gewünschten Erfolg: Von den Gästen wurde nicht mehr so häufig in den See gepinkelt.

 Jetzt müssten nur noch die Grundstückseigentümer am See mitspielen und einen etwa zehn Meter breiten Streifen nicht mehr landwirtschaftlich nutzen. Dann würden auch weniger Düngemittel in das Gewässer gelangen. Doch zwei Anlieger weigerten sich leider, bedauert Thran und appelliert an ihre Verantwortung für das Gemeinwohl. Er hofft, dass hier noch ein Umdenken eintritt. Dann könnte auch der Schilfgürtel weiter verdichtet und damit das ökologische Gleichgewicht verbessert werden.

 Ferner sollten auch die drei wilden Badestellen am See verschwinden und die Fischmenge im See reguliert werden, fordert Thran: „Das würde die Wasserqualität weiter optimieren.“

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