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Lob für die Zusammenarbeit

Bundespolizei Lob für die Zusammenarbeit

Die Führungsriege der Bundespolizei sowie Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft trafen sich im Hangar der Bundespolizei-Fliegerstaffel in Fuhlendorf zum Jahresempfang. Gelobt wurden die erfolgreichen Einsätze sowie die Zusammenarbeit mit der Landespolizei in der Flüchtlingskrise.

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Empfang bei der Bundespolizei in Fuhlendorf: (von links) Bodo Kaping, Präsident der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Staatssekretär Ralph Müller-Beck, Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister,  Alfons Aigner (Präsident der Bundespolizeiakademie), Markus Ulfig (Leiter der Fliegerstaffel Fuhlendorf)  und Olaf Sacherer, zweiter Abteilungsleiter Ratzburg.

Quelle: Sylvana Lublow

Fuhlendorf. Nach lockeren Gesprächen zwischen zwei polierten Hubschraubern begrüßten die vier Gastgeber Markus Ulfig, Leiter der Fliegerstaffel Fuhlendorf, Alfons Aigner, Präsident der Bundespolizeiakademie, Olaf Sacherer, stellvertretender Abteilungsführer in Ratzeburg sowie der Präsident der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Bodo Kaping die Gäste, viele hochrangige von ihnen mit Namen, Rang oder Funktion.

Politisch wurde es bei den Grußworten, die Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) und Ralph Müller-Beck (SPD), Staatssekretär im Innenministerium Schleswig-Holstein gaben. Hoffmeister sprach von der Rückkehr-Politik, die nach der Flüchtlingspolitik nun im Mittelpunkt stehe. Die Ministerin erwähnte, dass Schleswig-Holstein sich für ein Abschiebestopp nach Afghanistan ausgesprochen hat und betonte fest: „Das sehen wir in Mecklenburg-Vorpommern anders.“ Prompt erntete sie für diese Aussage Applaus von einzelnen Gästen. Dadurch bestärkt, erklärte sie, dass nicht alle Regionen in Afghanistan unsicher seien, und dass diese Aussage im Einklang mit einem Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNCHR stehe. Einige afghanische und auch pakistanische Flüchtlinge seien im vergangenen Jahr freiwillig nach Afghanistan zurückgekehrt. Hoffmeister: „Die würden doch nicht freiwillig in ihr Verderben gehen!“

Harte Worte, auf die Müller-Beck im Anschluss auch gleich reagieren musste: „Ich hatte mir einen anderen Einstieg in die Rede ausgesucht, aber Sie sehen ja, in welcher Debatte wir uns derzeit befinden.“ Der Staatssekretär erzählte den Gästen von einem Erlebnis, dass ihn sehr geprägt habe. Als die tausenden Flüchtlinge in der Erstaufnahme in Neumünster landeten, habe er mit einem Chefarzt im dortigen Friedrich-Ebert-Krankenhaus gesprochen, der viele der Flüchtlinge behandelt hatte. „Er erzählte mir von einem 14-jährigen Mädchen, das zu Fuß aus Afghanistan nach Deutschland flüchtete. Zu Fuß!“ Dieses Mädchen soll sich in einem erbärmlichen gesundheitlichen Zustand befunden haben. „Meine Tochter ist auch 14 und ich habe überlegt, was wohl passieren muss, um meiner Tochter zu sagen, geh.“ Schicksale wie diese hätte auch die Entscheidung der Landesregierung geprägt. Sein Appell: „Wir sollten sensibel auf die Menschen schauen, die zu uns kommen.“

Doch neben diesem subtilen Disput kamen auch die Lobe für die Bundespolizisten nicht zu kurz. Beide Gastredner bedankten sich für die gute Zusammenarbeit und die erfolgreichen Einsätze. Vor allem die Flüchtlingskrise hätten sie gemeinsam mit der Landespolizei „erfolgreich gemeistert“, sagte Bodo Kaping.

Dass mit den Terroranschlägen, die nun auch Deutschland erreicht haben, noch größere Herausforderungen auf die Bundespolizei zu kämen, betonte Olaf Sacherer. Auch deshalb werden in den nächsten Jahren 7000 zusätzliche Beamte eingestellt, davon in diesem Jahr allein 2700.

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