25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Mit Ecomobil auf den Bleeck

Fleckensgilde Bad Bramstedt Mit Ecomobil auf den Bleeck

Schon am frühen Morgen hatte Andreas Schroedter am Montag als amtierender erster Jüngster dem Vorstand und den Gildebrüdern beweisen müssen, dass er seines Amtes würdig ist. Wie auch seine Vorgänger musste er mit einem besonderen Fahrzeug auf dem Bleeck vorfahren.

Voriger Artikel
Das Loch im Landweg wird größer
Nächster Artikel
Stadt will Nachbesserungen

Da staunte das Publikum nicht schlecht, als der erste Jüngste, Andreas Schroedter (stehend), begleitet vom zweiten Jüngsten Burkhard Müller, mit seinem ferngesteuerten Wohnwagen, dem „Fleckensgilde Ecomobil“ vor dem Bad Bramstedter Kaisersaal vorfuhr.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Bei der in den vergangenen Jahren gezeigten Kreativität keine leichte Aufgabe, das verwöhnte Publikum noch zu überraschen. Da mag ein geschmückter Wohnwagen beim ersten Hinsehen nicht unbedingt einen Spitzenplatz im Ranking der Ideen einnehmen. Die Besonderheit bei dem Gefährt: Der Campingwagen des Jüngsten bewegte sich scheinbar wie von Geisterhand fort. Das Geheimnis wurde schnell gelüftet: Andreas Schroedter, wie Bruder Ansgar und Vater Arthur ein großer Campingfreund, hat seinen Wohnwagen mit einem sogenannten Mover ausgestattet, der es ihm erlaubt, den Wohnwagen ohne große Muskelarbeit auf Campingplätzen einzuparken – und zwar per Fernbedienung. Da war nicht nur das Staunen groß, als Schroedter im Wohnwagen stehend vor den Kaisersaal rollte. Sogar ein wenig Neid war aus den Bemerkungen einiger Zuschauer wegen dieses einmaligen „Spielzeuges“ herauszuhören.

 Schroedter hatte auch eine – natürlich nicht ganz ernst gemeinte – Erklärung für seine Wahl parat, mit der er als „Gilde Ecomobil – umweltfreundlich und flott“ in die Geschichte eingehen werde: „Dat Konzept-Fahtüch is ganz nah an de Anforderung von Öllermann Bernd Mordhorst“. Der Landwirt würde immer ganz gerne auch auf dem Feld ein Mittagsschläfchen halten. „Daför schall dat en beten kuschelig sin.“ Außerdem sollten Toilette und Waschbecken vorhanden ein, ein Kühlschrank für den „Gildegeist“ und ein Herd, um Essen warm machen zu können. „Un tosätzlich schall de Öllermann-Repräsentanz ok noch umweltfründlich sien un sachte forn“, so der hohe Anspruch seines „Vorgesetzten“. Nachdem er angeblich weder bei Rolls-Royce, Bentley oder Jaguar etwas passendes gefunden habe, sei er glücklicherweise auf einer Messe fündig geworden, spann Andreas Schroedter das Gildelatein noch etwas weiter.

 Nach dieser gelungenen Vorstellung und dem sich anschließenden gemeinsamen Frühstück ging es zu einem ersten Inspektionsgang durch die Stadt, bei dem auch Passanten zum „Gildegeist“ und ein paar Informationen über die Traditionsgilde eingeladen wurden.

 Am Dienstagmorgen übernimmt die Fleckensgilde mit dem Rathausschlüssel von Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach symbolisch die Macht über die Stadt. Außerdem erhält der Bürgermeister im Gildebefehl eine Aufgabe, durch die ein Missstand in der Stadt abgestellt werden soll. Es schließt sich ein weiterer Inspektionsgang durch die Stadt an, bei dem insbesondere Geschäfte und Einrichtungen aufgesucht werden. Abends wird dann bei Sonnenuntergang der traditionelle Tanz um den Roland stattfinden, um anschließend beim Gildeball – erstmals im Schloss – das Tanzbein zu schwingen.

 Im Verlaufe des Abends muss der Bürgermeister auf Plattdeutsch berichten, wie er den Gildebefehl umsetzen wird.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige