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Sozialer Tag: Interesse schwindet

Jugend im Betrieb Sozialer Tag: Interesse schwindet

Die Attraktivität von Schüleraktionstagen wie dem „Sozialen Tag – Schüler helfen Leben“ am Donnerstag geht im Kreis Segeberg offenbar zurück. Immer weniger Jungen und Mädchen interessieren sich dafür, beobachtet beispielsweise der Wege-Zweckverband (WZV).

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Bjarne Betker (11) aus Negernbötel, der die Schule am Burgfeld in Bad Segeberg besucht, absolvierte seinen Sozialen Tag beim WZV.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Am Donnerstag etwa hätten sich nur vier Schüler der Schule am Burgfeld in Bad Segeberg für den Sozialen Tag angemeldet, bei dem Schüler in Betrieben gegen Lohn einige Stunden jobben. Das Geld spenden sie bedürftigen Altersgenossen auf dem Balkan und in Jordanien. Seit 2012 mit damals 13 Schülern sank die Teilnehmerzahl kontinuierlich, stellt der WZV fest – ähnlich wie auch bei anderen Aktionstagen wie Green Day, Girls’ und Boys’ Day, Job-Tour-Unternehmensbesichtigungen, Umwelt- und Berufsorientierungstagen. WZV-Mitarbeiterin Julia Büttner sieht eben in dieser Vielfalt an Möglichkeiten, in Betriebe hinein zu schnuppern, einen Grund. Meist würden sich junge Leute zudem kurzfristig anmelden, was die Organisation erschwert, weil viele gesetzliche Regelungen für einen Schnuppertag zu beachten seien. Ein Hemmnis sei auch, dass Schüler weder Hitze, Kälte, Nässe oder Staub ausgesetzt werden dürfen. „Da bleibt dann nicht viel übrig außer Aufräumen, Fegen und Aktensortieren“, sagt Büttner.

 Dennoch will WZV-Chef Jens Kretschmer auf Besuche der Jugend nicht verzichten. Der WZV habe Vorbildfunktion, meint er. Außerdem sei die Jugend der Nachwuchs, sagt Kretschmer, und wirbt damit, dass der WZV sieben Lehrberufe biete.

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