9 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Alkoholverbot bleibt bestehen

Jugendhaus Kaltenkirchen Alkoholverbot bleibt bestehen

Dieser Antrag des Tausendfüßler-Vereins, der unter anderem das städtische Jugendhaus betreibt, überraschte. Der Jugend-, Sport- und Bildungsausschuss sollte zusimmen das strikte Alkoholverbot zu lockern. Die Ausschussmitglieder wiesen den Wunsch aber zurück.

Voriger Artikel
Abitur - diesmal kein Debakel
Nächster Artikel
„Sniper“ verstörte mit Drohbriefen

Alkohol ist und bleibt ein Thema bei Jugendlichen. Das weiß auch der Tausendfüßler-Verein, der in Kaltenkirchen das städtische Jugendhaus betreibt.

Quelle: Uwe Anspach

Kaltenkirchen. Der Ausschuss ließ den Tausendfüßlern aber noch ein Hintertürchen offen und gab ihnen einen Fragenkatalog mit auf den Weg. Sollten mit den Antworten die zahlreichen offenen Punkte zur Zufriedenheit geklärt werden, darf der Antrag erneut gestellt werden.

 „Ziel ist es nicht, Jugendlichen uneingeschränkten Zugang zu Alkohol zu ermöglichen“, hatte Tausendfüßler-Geschäftführerin Anke Kehrmann-Panten in ihrer Begründung geschrieben. Er solle nur in kontrollierten Mengen angeboten werden, gerade um exzessivem Konsum vorzubeugen und einen verantwortungsvollen Umgang damit zu vermitteln. Wegen des geltenden Alkoholverbots im Haus und auf dem Gelände verlagere sich ein Teil der Konzertveranstaltungen nach draußen, vom Jugendhaus weg, und entziehe sich somit einer Reglementierung. „Alkohol ist und bleibt ein Thema bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, so Kehrmann-Panten. Davor dürfe das Jugendhaus nicht die Augen verschließen.

 Gedacht sei der Alkoholausschank nur in engen Grenzen, hatten die Tausendfüßler vorgeschlagen. So müssten die Jugendlichen mindestens 16 Jahre alt sein, wenn sie Wein, Bier oder Sekt trinken möchten. Diese Möglichkeit sollte ohnehin nur einmal im Monat bei Musikveranstaltungen bestehen. Vorgesehen war ein einjähriger Probelauf, unter ständiger Beobachtung der ausgebildeten Erzieher. Damit könne man dem maßlosen Trinken vor oder während der Veranstaltungen außerhalb des Jugendhauses vorbeugen, glauben die Tausendfüßler-Verantwortlichen und fanden mit Bürgermeister Hanno Krause einen prominenten Unterstützer. Es sprach sich für die Einführung des Probejahres aus.

 Doch der Ausschuss folgte dem Verwaltungschef nicht. Ebenso hatte eine Mitarbeiterin der Suchtberatungsstelle Bedenken. Sie vertritt grundsätzlich die Auffassung, dass im Bereich von Jugendhäusern die Haltung vermittelt werden sollte, auch ohne Suchtmittel Spaß zu haben.

 CDU-Fraktionschef Hauke von Essen beklagte, dass der Antrag der Tausendfüßler sich nicht hinreichend mit der Gesamtthematik des Alkoholkonsums von Jugendlichen auseinandersetze. Während Katharina Loedige (FDP) sich für einen Probelauf aussprach, lehnte Susanne Steenbuck (SPD) ihn ab. Zu viel sei noch ungeklärt, meinte sie. Deshalb wurde der Fragenkatalog zusammengestellt, den der Tausendfüßler zur Zufriedenheit des Ausschusses beantworten muss, um auf einen positiven Entscheid zu hoffen. Unter anderem wird gefragt, wie die Regeln und Kontrollen aussehen sollen und wer sie vornimmt. Ferner soll geklärt werden, wer für den Ausschank verantwortlich ist und wie den Jugendlichen beizubringen sei, sich an bestehende Regeln, wie eben ein Alkoholverbot, zu halten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3