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Wo bleibt die Skater-Anlage?

Jugendliche fragen in Bad Segeberg Wo bleibt die Skater-Anlage?

Sie wollen endlich (wieder) nach Herzenslust mit dem Skateboard fahren. Sechs Jugendliche hakten bei der Stadtvertretersitzung im Rathaus nach, wann denn die Stadt endlich die versprochene Skater-Anlage baut. Die Hoffnung ruht derzeit auf dem Gelände am Sozialhaus.

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Sie forderten in der Bad Segeberger Stadtvertretung den zügigen Bau einer neuer Skateranlage: Alexander Sylvester (14, hinten - von links), Hellena-Mercedes Wagemann (14), Dennis Rieke (14) und Ludwig Wagemann (11) sowie Arthur-Stefan Philipp Wagemann (13, vorn - von links) und Lukas Geese (13).

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Hellena-Mercedes Wagemann (16) vom Kinder- und Jugendbeirat meldete sich in der Einwohnerfragestunde zu Wort. „Hat die Standort-Suche schon ein Ergebnis gebracht? Sichten Sie aktiv weiter?“, fragte sie. An Stelle von Bürgermeister Dieter Schönfeld antwortete dessen Stellvertreter Thomas Vorbeck, da der Rathaus-Chef ein paar Tage Urlaub genommen hatte. „Es wird weitergesucht“, versprach der Christdemokrat. „Alle Stadtvertreter hier sind für eine Skater-Anlage, aber die lieben Nachbarn sind dagegen.“

 Die Anlage auf der Backofenwiese war im November 2010 abgerissen worden, weil ein benachbartes Ehepaar wegen Lärmbelästigung vor Gericht gezogen war und die Stadt nicht sicherstellen konnte, dass die Rampen außerhalb der erlaubten Öffnungszeiten nicht genutzt werden. Doch auch bei zahlreichen neu geprüften Standorten liefen die jeweiligen Anlieger Sturm, sobald ruchbar wurde, dass die Jugendlichen in ihrer Nachbarschaft angesiedelt werden sollen.

 Bauamtsleiterin Antje Langethal warb um Verständnis für diese Sichtweise. Die meisten Menschen seien genau so lange für eine Skater-Anlage, bis sie in ihrem eigenen Wohnumfeld landen soll. „Lärmschutz ist eine gesetzliche Auflage, die Rechtslage ist so. Wenn man heute eine neue Anlage beantragt, muss man alle Vorschriften erfüllen.“

 Als Ausweichlösung nutzen die jungen Leute derzeit eine asphaltierte Fläche auf dem Spielplatz am Hamdorfer Weg. „Da sind aber ganz viele Risse, und da wächst das Gras aus allen Fugen“, klagt Hellena-Mercedes. „Das ist einfach nicht sehr schön.“ So mancher sei dort beim Skateboard-Fahren auch schon gestürzt. Vorbeck versprach bei diesen baulichen Mängeln eine schnelle Hilfe der Stadt: „Das wird vom Bauamt aufgenommen und abgestellt.“

 Szenenapplaus der Kommunalpolitiker und der Zuhörer im Bürgersaal bekamen die Jugendlichen bei ihrer nächsten Frage. „Auf der Backofenwiese stehen jetzt Glascontainer. Da wird auch an Sonn- und Feiertagen was reingeworfen. Stört der Lärm die Nachbarn weniger?“ Reaktion Vorbeck: „Das ist eine Super-Frage!“ Coole Antwort von Hellena-Mercedes: „Das weiß ich...“

 Reinhard Krassau, bürgerliches Mitglied der SPD-Fraktion, gab den Jugendlichen Recht. „Ich finde es beschämend für die Stadt, dass es noch keine neue Anlage gibt“, erklärte er. „Der Bürgermeister hatte versprochen, dass in kürzester Zeit eine gebaut wird.“ Damals hatte Schönfeld allerdings nicht mit der Wehrhaftigkeit mancher Nachbarn gerechnet.

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