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SPD empört über Facebook-Eintrag

Jugendzentrum Mühle SPD empört über Facebook-Eintrag

Mit Empörung reagiert die SPD-Fraktion in Bad Segeberg auf einen Facebook-Eintrag zum städtischen Jugendzentrum. Dort wird wegen Personalknappheit zu Demonstrationen und Flashmobs aufgerufen. Autor der Zeilen ist pikanterweise Thomas Minnerop, Leiter des Projekts "Jugendgerechte Kommune".

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Um das Jugendzentrum Mühle gibt es kontroverse Diskussionen. Die Einrichtung musste wegen Personalmangels mehrere Tage schließen.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Das städtische Jugendzentrum in der Mühle hatte jüngst mehrere Tage geschlossen, weil Krankheit und Urlaub in der aus finanziellen Gründen nur sehr knapp besetzten Einrichtung zusammenfielen. Daraufhin hatte Minnerop, der die zukünftige Jugendarbeit der Stadt zusammen mit den jungen Leuten entwickeln soll, seinem Ärger auf Facebook Luft gemacht. „Es ist ein Trauerspiel!“, schrieb er. „Empört euch! Wehrt euch! Lasst euch das nicht mehr gefallen!“ Was hier passiere, habe „mit Jugendgerechtigkeit nicht viel zu tun“.

Zwölf statt früher drei Mitarbeiter in der Jugendpflege

„Thomas Minnerop ist ein sehr impulsiver Mensch“, sagt Sozialausschussvorsitzender Jens Lichte und betonte, dass er den Mann ansonsten sehr schätzt - doch: „Wenn ich Leiter eines Projektes bin, sollte ich dieses Projekt nicht in Bausch und Bogen verurteilen. Man kann Jugendarbeit nicht nur am Jugendtreff festmachen.“ So habe Bad Segeberg noch vor wenigen Jahren gerade mal drei Mitarbeiter in der Jugendpflege gehabt. „Jetzt sind es zwölf. Wir distanzieren uns deutlich von diesem Facebook-Beitrag. Es ist nicht in Ordnung, wenn von einem maßgeblichen Verantwortlichen diese Arbeit so niedergemacht wird.“

Künftig müsse es möglich sein, eine flexible Vertretungsregelung in der Mühle zu finden, fordert die SPD. So müssten – wie jüngst von der BBS-Fraktion angeregt – Streetworker oder Schulsozialarbeiter einspringen, wenn im Jugendzentrum Not herrscht. Auch in der Mühlen-Kita gebe es eine Mitarbeiterin, die für Jugendarbeit ausgebildet ist.

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