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Harte Arbeit für die Tanzshow

Bad Bramstedt Harte Arbeit für die Tanzshow

Mehr als 40 Darsteller stehen nach bereits monatelangen Proben zum ersten Mal auf der Bühne. Die jungen Frauen – und sechs Männer – im Kurhaustheater gehören zu zwei Gruppen des Tanzclubs Roland (TC Roland). Vom 5. bis 7. Februar werden sie „Time of My Life“ aufführen, die Musical-Version vom Kino-Kultfilm „Dirty Dancing“.

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Dario Leittersdorf und Vanessa Moritz proben eine Hebefigur.

Quelle: Jann Roolfs

Bad Bramstedt. „Wo sind die Stepper?“ – „Wieso ist da ein Paar zu viel, ich verstehe das nicht!“ – „Anna, lass’ den Kram, das ist hässlich.“ Astrid Maschmann hat ihren Laden im Griff: Sie sollen ausprobieren, wo sie stehen müssen, wohin sie abgehen sollen, wie laut sie sprechen müssen. Und tanzen natürlich, darum geht es hier: Geprobt werden Gruppen- und Paartänze zu Musik aus den 1960-ern. Alle zwei Jahre führen die jungen Roland-Tänzer ein Wochenende lang ein Musical auf, die aktuelle Produktion ist die vierte.

 Rock ’n’ Roll, Jive, Mambo, Cha Cha, Rumba, Foxtrott: Astrid Maschmann zählt viele Tänze auf, die zum Programm gehören. Die Trainerin hat das Stück ausgewählt, die Rollen besetzt, sie gibt die Choreografie vor und führt Regie. „Es ist diesmal sehr schwer“, sagt sie: „Besonders für die Rolle des Johnny ist das eine Riesennummer, dass man da paarweise gut aussieht.“ Johnny ist der Tanzlehrer, der „Babys“ Herz bricht, als sie kurzfristig für seine Tanzpartnerin einspringt. Die junge Baby ist ein Kind aus behütetem Hause, das in Kreise gerät, in denen anzüglich getanzt wird – das ist die grobe Linie der Geschichte.

 Vor allem die Hauptdarsteller sind gefordert: „Man muss so viel Körperspannung und Haltung haben“, beschreibt Astrid Maschmann ihren Anspruch an diejenigen, die auf der Bühne Paartänze vorführen, „Gruppentänze sind leichter.“ Ein Jahr dauern die Vorarbeiten für die Premiere; ein halbes Jahr lang wird wöchentlich geprobt, im zweiten halben Jahr zwei Mal pro Woche.

 Für Lea-Marieke Baldauf ist das Musical „jedes Mal ein Höhepunkt“. Die 21-jährige Bad Bramstedterin war bisher bei jeder Aufführung dabei, diesmal spielt sie die Mutter der Hauptdarstellerin. Die Probenarbeit findet sie manchmal anstrengend, „aber ich würde das nicht als Stress bezeichnen“. Baldauf trainiert bei Astrid Maschmann, seit sie acht Jahre alt ist. Sie dürfte mit deren direkter Art vertraut sein: „Da hast du schon so einen Furztext, und dann kannst du den nicht“, wird ein Darsteller angeranzt. Der nimmt es mit einem Lachen.

 „Bei vielen Musicals braucht es viele Herren, wir haben nur sechs zur Verfügung“, beschreibt Corinna Moritz die eingeschränkte Auswahl der Stücke. Moritz ist 2. Vorsitzende des TC Roland und guckt sich die erste Bühnenprobe aus dem Zuschauerraum an. Hier hört sie, ob die Darsteller auf der Bühne laut genug sprechen. Der Tanzclub finanziert die Aufführungen, bei drei Vorstellungen mit mehr als 1000 Besuchern schloss er bisher mit plus-minus Null ab.

 Der Vorverkauf läuft, „wir sind schon gut nachgefragt“, sagt Corinna Moritz. Lea-Marieke Baldauf verspricht für die Aufführungen gute Musik: „Das ist ein wunderschönes Musical, das mag jeder gern hören.“ Karten zu 9,90 Euro gibt es im Vorverkauf bei der Bad Bramstedter Touristinformation.

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