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Radweg wird doch gebaut

K111 nach Großenaspe Radweg wird doch gebaut

Der Radweg zwischen Bimöhlen und Großenaspe wird nun doch gebaut. Dem Kreis Segeberg liegt eine Förderzusage vor, sodass die Arbeiten in Kürze ausgeschrieben werden können, wie Nils Petersen vom Tiefbauamt der Kreisverwaltung erklärte. Bisher hatte das Land die Förderung abgelehnt.

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Ab Frühjahr 2017 soll es an der K 111 zwischen Bimöhlen und Großenaspe einen Radweg geben.

Quelle: Einar Behn

Großenaspe.. Die Kreisverkehrsaufsicht wollte die Radwegebenutzungspflicht nicht anordnen. Das Vorhaben drohte zu scheitern. Der Radweg an der Kreisstraße 111 soll eine Lücke schließen, denn von Bad Bramstedt bis Bimöhlen gibt es bereits einen einseitigen Radweg, ebenso von Großenaspe bis Boostedt und weiter bis Neumünster. Nur die knapp vier Kilometer zwischen Bimöhlen und Großenaspe fehlen. Die Kreisverkehrsaufsicht hat bereits erklärt, für den geplanten Abschnitt keine Benutzungspflicht anordnen zu wollen. Sie beruft sich auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, demzufolge nur an besonders gefährlichen Stellen Radfahrer von der Straße beordert werden dürfen. Eine Kreisstraße gehört in der Regel nicht dazu.

 Daraufhin hatte der Leiter des zuständigen Landesbetriebes Straßenbau in Itzehoe, Kai-Uwe Schacht, im Februar erklärt, ohne die Radwegebenutzungspflicht gebe es keinen Zuschuss vom Land. Doch so einfach ist die Angelegenheit offenbar nicht. Eine behördeninterne Überprüfung ergab nun, dass eine Förderrichtlinie des Landes sehr wohl eine Bezuschussung auch ohne Radwegebenutzungspflicht zulässt, wenn einige Kriterien erfüllt sind.

 Der Kreis konnte daraufhin eine Reihe von Argumenten anführen, weshalb Radfahrern zumindest zur freiwilligen Nutzung ein separater Weg angeboten werde sollte: Die K111 ist an einigen Stellen kurvig, die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h und sie wird für eine Kreisstraße relativ stark genutzt. Nach einer Verkehrserhebung von 2008, die der Kreis auf das Jahr 2016 hochgerechnet hat, fahren dort durchschnittlich 3270 Kraftfahrzeuge in 24 Stunden. Der Schwerverkehrsanteil beträgt rund acht Prozent. Zum Vergleich: Über den verkehrsberuhigten Bleeck in Bad Bramstedt rollen täglich gut 11000 Fahrzeuge. Der Kreis rechnet zudem damit, dass rund zehn Radler pro Stunde die K111 befahren.

 Ein weiteres Kriterium ist die Fahrbahnbreite von stellenweise nur 5,75 Metern, wodurch Radfahrer von Überholern bedrängt werden können. Laut Polizei hatte es von 2010 bis 2014 zudem 16 Verkehrsunfälle mit Kraftfahrzeugen gegeben, allerdings ohne Beteiligung von Radfahrern. Und ein Argument war auch der Lückenschluss des bereits vorhandenen Radweges an dieser Straße.

 Die geschätzten Kosten für den Radweg belaufen sich auf 747000 Euro. Das Land steuert 471000 Euro bei. Den Rest teilen sich Kreis und Großenaspe mit jeweils 138000 Euro. So war es bereits 2009 von beiden vereinbart worden. Eigentlich wäre nur der Kreis als Straßenbaulastträger für den Radweg verantwortlich gewesen. Der hatte den Bau jedoch abgelehnt, wenn die Gemeinde nicht auch einen Teil übernimmt.

 Der symbolische erste Spatenstich soll nun voraussichtlich im November erfolgen. Walther Hadeler vom Amt Bad Bramstedt-Land rechnet mit einer Bauzeit von drei bis vier Monaten. Im Frühjahr 2017 könnten dann die ersten Radfahrer den Weg nutzen.

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