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Fest mit Flüchtlingen

Kaltenkirchen Fest mit Flüchtlingen

Sebastian Bock, Vorsitzender der Kaltenkirchener Turnerschaft (KT), organisiert für den 3. Oktober ein Fest für Flüchtlinge und alteingesessene Kaltenkirchener. Es soll durch Aktionen, an denen sich auch Segeberger Zeitung sowie nord express beteiligen, und Sport zur Integration beitragen.

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KT-Chef Sebastian Bock und Carola Kubisch, Leiterin der KT-Geschäftsstelle, konnten bereits viele Spenden für ihr Fest entgegennehmen. Sie hoffen, dass am 3. Oktober viele Gäste – Einheimische ebenso wie Zuwanderer – auf das Sportgelände am Marschweg kommen, um gemeinsam zu feiern.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Alle Vorbereitungen sind getroffen. Jetzt kann Sebastian Bock, der Vorsitzende der Kaltenkirchener Turnerschaft (KT), nur noch hoffen, dass das Wetter mitspielt, denn er plant ein großes Fest mit Flüchtlingen und Kaltenkirchener Bürgern. Als Termin wurde der Tag der Deutschen Einheit ausgewählt: Sonnabend, 3. Oktober. Gefeiert wird ab 13 Uhr am Marschweg-Sportplatz.

 Organisator der Veranstaltung ist ausdrücklich Sebastian Bock und nicht der Sportverein. „Das ist aus gutem Grunde so, denn ich möchte nicht, dass sich Mitglieder anderer Vereine ausgeschlossen fühlen. Ganz im Gegenteil. Alle dürfen kommen und mitmachen“, sagt Bock, der vielen auch als Mitarbeiter der Kaltenkirchener Bank bekannt ist. Besonders eingeladen seien die Neu-Kaltenkirchener: Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge – egal ob mit Familienanhang oder ohne.

 Gefeiert werden darf zwischen 13 und 18 Uhr. Auf dem Sportplatz am Marschweg werden eine Reihe von Spielstationen aufgebaut, die vor allem den Kindern gefallen dürften. Sie sollen Laufzettel erhalten und dann für jede erbrachte Leistung einen Stempel bekommen. Wer am Ende genügend Stempel vorweisen kann, gewinnt einen Preis. An dem Programm beteiligen sich auch Segeberger Zeitung und nord express. Sie planen, sich um die jüngsten Festbesucher zu kümmern und wollen ein Planschbecken zum Entenangeln aufstellen. Ferner werden Bälle verschenkt. Der Landessportverband wird eine Hüpfburg aufbauen.

 Die Erwachsenen dürfen sich beispielsweise auf ein Tischkickerturnier freuen. Ab 16 Uhr haben dann alle Festbesucher Gelegenheit, sich ein Punktspiel der Fußball-Verbandsliga anzusehen. Die erste Herren-Mannschaft der KT hofft darauf, dass sie lautstark vom Publikum angefeuert wird.

 Bei der Organisation des Festes greift Sebastian Bock auf die bewährten Strukturen der Kaltenkirchener Turnerschaft zurück. Neu ist dabei, dass erstmals ausschließlich über soziale Medien wie Facebook um Unterstützung geworben wurde. „Und das hat überwältigend gut geklappt“, sagt Sebastian Bock. Innerhalb von drei Tagen seien fast alle Helferposten besetzt gewesen und zahlreiche Spenden eingegangen. Alleine 50 selbst gebackene Kuchen seien inzwischen zugesagt worden. Zahlreiche Unternehmen aus dem Ort hätten sich zudem bereit erklärt, Sachspenden wie Schulmaterial zur Verfügung zu stellen. „Davon könnten wir aber noch mehr gebrauchen, weil der Bedarf bei Kindern aus Flüchtlingsfamilien hoch ist“, berichtet Sebastian Bock.

 Die Teilnahme an dem Fest ist für sämtliche Kinder sowie für Flüchtlinge und Asylbewerber kostenlos. Erwachsene Kaltenkirchener werden um einen Obolus für die Kaffeekasse gebeten. Sofern aus diesen Einnahmen Erlöse übrig bleiben, wird das Geld der Arbeit der Kaltenkirchener Flüchtlingslotsen zur Verfügung gestellt. Sollte das Wetter am 3. Oktober nicht mitspielen, wird die Veranstaltung vom Sportplatz in die benachbarte Marschweghalle verlegt.

 Mitgliederwerbung will die KT während des Festes nicht betreiben. Wer sich über Sportangebote informieren möchte, kann dies aber gerne tun. Sämtliche Sparten stehen auch Asylbewerbern und Flüchtlingen offen. Das wurde zwar schon vor Monaten bekannt gegeben, doch trotzdem hat sich die Nachricht offenbar noch nicht herumgesprochen. Obwohl es öffentliche Zuschüsse gibt, die den Mitgliedsbeitrag minimieren, zählt die KT in ihren Reihen derzeit nur fünf Flüchtlinge. „Das Angebot zur Teilnahme steht aber, und wir würden uns freuen, über den Sport zur Integration von Asylbewerbern beitragen zu können“, so Bock. Das Konzept sehe vor, Flüchtlinge in bestehende Mannschaften aufzunehmen. „So kommen sie am besten mit Kaltenkirchenern in Kontakt und lernen auch die Sprache.“

 Die KT-Geschäftsstelle (Telefon 04191/3170) am Marschweg ist montags und dienstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet und donnerstags von 8 bis 19 Uhr. Wer sich über die Sportangebote informieren möchte, kann dann vorbeikommen. Flüchtlinge sollten nach Möglichkeit ihren ehrenamtlichen Lotsen oder einen Übersetzer mitbringen, damit die Organisation nicht an Sprachproblemen scheitert. Wegen fehlender Sportkleidung brauche sich keiner Gedanken zu machen, sagt Sebastian Bock: „Das bekommen wir innerhalb der Sparten geregelt. Daran soll die Teilnahme am Sport nicht scheitern.“

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