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Neues Programm der „Schwarzbunten“

Kabarett in Bad Segeberg Neues Programm der „Schwarzbunten“

Nach zwei Jahren Pause ist es wieder soweit: Die Kabarett-Truppe mit Vorliebe für Zielscheiben aus regionaler Fertigung kehrt zurück auf die Bühne. „Die Schwarzbunten“ präsentieren ihr neues Programm „Kuh vadis, Segeberg?!“ vom 10. bis zum 13. November bei Möbel Kraft.

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Peter Kruse, Hausleiter von Möbel Kraft in Bad Segeberg (oben Mitte), freut sich mit den „Schwarzbunten“ Sascha Bove (von links) Torsten Schwartz, Michael Meier, Michael Stamp und Hans Joachim Am Wege auf das neue Programm. Ensemblemitglied Michael Göller fehlte bei der Vorstellung. Gespielt wird wieder im leer geräumten Polstermöbelzelt an der Ziegelstraße.

Quelle: Thorsten Beck

Bad Segeberg. Im täglichen Leben sind sie Jurist, Betriebswirt, Diplom-Ingenieur, Werbekaufmann, Steuerfachwirt und Zeitungsredakteur – jeder für sich wohl kaum nennenswert boshafter als der männliche Landesdurchschnitt. Doch gemeinsam werden Hans Joachim Am Wege (46), Sascha Bove (42), Michael Göller (49), Michael Meier (42), Torsten Schwartz (45) und Michael Stamp (46) zu den „Schwarzbunten“. Und der eine oder andere Verwaltungsbeamte, Kommunalpolitiker oder Verbandsfunktionär kann ab heute schon einmal damit beginnen, sich Sorgen zu machen. Denn: Die Kabarett-Truppe mit Vorliebe für Zielscheiben aus regionaler Fertigung kehrt zurück auf die Bühne.

 Auch im neuen Programm „Kuh vadis, Segeberg?!“, das vom 10. bis zum 13. November erneut im Polstermöbelzelt von Möbel Kraft zu sehen ist, nimmt das Läster-Sextett in erster Linie Segeberger Personal und dessen Fehlleistungen satirisch aufs Korn. Kleiner Trost für die Be- und Getroffenen: Sämtliche Einnahmen aus den insgesamt fünf Vorstellungen fließen auch 2016 einer ganzen Reihe guter Zwecke zu. Beim letzten Mal waren am Ende über 42000 Euro weitergereicht worden – recht einsame Gefilde, was die Höhe der Summe angeht.

 900 Plätze wird das rund 1200 Quadratmeter große Zelt auf dem Gelände an der Ziegelstraße dem Publikum bieten. Damit gehen also 4500 Karten zum Stückpreis von 17 Euro (ein Euro mehr als zuletzt) in den Vorverkauf, der am Sonnabend, 24. September, um 10 Uhr im neuen Kundencenter mit Media-Store der Segeberger Zeitung an der Hamburger Straße 26 beginnt. Wie gewohnt sind „Die Schwarzbunten“ am ersten Tag auch persönlich vor Ort, um die Tickets unters Volk zu bringen. Auch weil Vorbestellungen nicht möglich sind, wird die Aktion jedes Mal zu einem kleinen Event.

 „Wir freuen uns sehr, dass Möbel Kraft uns sein Zelt wieder kostenlos zur Verfügung stellt“, betont Michael Stamp, SZ-Redakteur und Autor der Gruppe. Dabei verzichtet das Unternehmen auch auf Umsatz. „Wir räumen die aktuelle Ausstellung extra eine Woche früher als sonst ab“, erklärt Hausleiter Peter Kruse. Erst wenn die tollen Tage vorüber sind, werde dort mit den Vorbereitungen für den alljährlichen Weihnachtsmarkt begonnen.

 Doch nicht nur Kruse und Co. tun ihr Möglichstes, um den Schwarzbunten-Auftritt wieder zu einem Erfolg zu machen: „Die Kommunalpolitik arbeitet ebenfalls wieder bis zur letzten Sekunde daran, im Programm vorzukommen“, meint Stamp. Es gebe jedenfalls wieder reichlich Vorlagen, die sich kabarettistisch ausschlachten ließen. „Kuh vadis, Segeberg?!“ (Stamp: „Mit dem Titel täuschen wir Bildungsbürgertum vor.“) ist erneut voll und ganz auf lokale Themen zugeschnitten. Verarbeitet werden etwa das bizarre Hickhack um die Fußgängerampel vor dem Alten Bahnhof, das sogar einen echten Minister auf den Plan rief, die ungewisse Zukunft des Levo-Parks, die üblichen Querelen in der Stadtvertretung, das Eindampfen des Stadtfestes, das Programm Jugendgerechte Kommune, der unerwartete Abgang von Möbel-Kraft-Vorstandschef Dr. Gunnar George und die Turbulenzen um die Unternehmergemeinschaft „Wir für Segeberg“.

 Außerdem wollen die Kabarettisten laut Michael Stamp verraten, was Bad Segeberg zum Eindämmen des Flüchtlingsstroms beitragen kann. Ob die Antwort darauf wohl politisch korrekt ausfällt? Die bisherige Erfahrung mit den Schwarzbunten lässt vermuten: Eher nicht.

 Spieltermine: Donnerstag, 10. November, 20 Uhr; Freitag, 11. November, 20 Uhr; Sonnabend, 12. November, 15 und 20 Uhr; Sonntag, 13. November, 17 Uhr. Einlass jeweils eine Stunde vor Aufführungsbeginn. Plätze sind nicht nummeriert.

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