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Eine Oase am Tor zur Kurstadt

ZOB-Neugestaltung in Bad Segeberg Eine Oase am Tor zur Kurstadt

Eine kleine grüne Oase entsteht auf der Freifläche am ZOB. Die Idee dazu hatte Tilman Kaden, Inhaber eines Bad Segeberger Garten- und Landschaftsbauunternehmens. Er trägt sämtliche Kosten. Der Firmenchef will das triste Areal verschönern, das seit dem Abriss des früheren ZOB-Gebäudes brach liegt.

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Die brach liegende Freifläche am Bad Segeberger ZOB wird neu gestaltet.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Bad Segeberg. Kaden fährt des öfteren an dem Gelände vorbei. Seit 1997 ist seine Firma in der Rosenstraße 16 ansässig. Auf dem rund 400 Quadratmeter großen Oval, auf dem sich bis zum Abriss im Juli vergangenen Jahres ein marodes Haus mit Gaststätte, WC, Kiosk und früher dem „Laden ohne Kasse“ der Segeberger Tafel stand, schafft Kaden mit seinem Mitarbeiter-Team einen „Klimaraum“ für vorerst fünf Jahre.

 Der Unternehmenschef packte neben Vorarbeiter Björn Bretsch, der auch den Bagger fuhr, und den Auszubildenden Jan Blumenhagen, Tobias Ruge sowie Julian Jähnke beim Baustart selbst kräftig mit an; so war bis zum Arbeitsende des ersten Tages am Donnerstag um 17 Uhr schon Wesentliches geschafft.

 Das Planieren der etwas erhöhten Freifläche, die von der Firma schon vorher durch Steinkorb-Wände zu den Bus-Steigen abgegrenzt worden war, mit einem Radladers und einem Kleinbagger wurde ebenso erledigt wie das Ausheben von acht großen Pflanzlöchern und das Einsetzen von rund fünf Meter hohen Wildbirnbäumen. Sie spenden auf dem ZOB-Gelände Schatten und Sauerstoff, speichern Wasser, binden Staub und Kohlendioxid, beschrieb Firmenchef Kaden. Auch heute wird auf der Baustelle weiter gearbeitet.

 Sein Angebot an die Stadt war zu seiner Freude von der Stadtvertretung angenommen worden. Zuvor waren mehrere Gestaltungsvorschläge des Bauamtes von den Kommunalpolitikern abgelehnt worden, weil ihnen alles zu teuer war. Am Ende blieb nur eine notdürftig mit Promenadenkies aufgefüllte Fläche, die einem Urlaubsort an prominenter Stelle nicht gerade Ehre machte.

 Angesichts des Aufwandes wird Unternehmer Kaden, der auch die anschließende Pflege der Fläche zugesichert hat, die Gestaltung des Geländes am Rande des gläsernen Unterstandes der Stadt für wartende Busreisende wohl mit einem fünfstelligen Euro-Betrag aus der eigenen Tasche bestreiten. Er zeigte Wertschätzung für die Zustimmung der städtischen Gremien zu seinem Plan: „Verantwortliche in Politik und Verwaltung erkennen zunehmend, dass städtische Grünanlagen einen wert- und image-steigernden Faktor darstellen. Daher freue ich mich, an diesem herausragenden Punkt in Bad Segeberg ein Mehr an Grün präsentieren zu dürfen.“ Städtisches Grün sei für die Menschen als Teil der Natur erlebbar. Mit diesem Projekt will sich die Firma Tilman Kaden „für ein gutes Klima in der Region“ engagieren.

 Wer mit dem Auto von Lübeck aus nach Bad Segeberg kommt und wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln am Bahnhof oder ZOB landet, wird nach Worten von Kaden „bald neben monotonen Asphaltflächen im Charme der 1970er Jahre eine kleine grüne Oase wahrnehmen.“ Die gerade neu angepflanzten, rund acht Jahre alten Bäume bilden das Tor zum Zentrum der Kurstadt. Der als Versickerungsfläche konzipierte schräge Weg mitten durch die Fläche stelle die verlängerte Achse des Seminarwegs dar. Etwas erhöht wurde nach Kadens Angaben das Gelände, um auch eine Sichtachse in Richtung Stadtkern zu eröffnen. Die Drahtkörbe (so genannte Gabionen) fangen die Höhenunterschiede elegant ab. Sie wurden in Assoziation zum Kalkbberg mit grauem Hartkalkstein befüllt. Zwischen den Steinen finden Kleinstlebewesen ein Zuhause. Gräser und blühende Staudenhecken setzen weitere Akzente .

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