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25 Jahre Holstentherme

Kaltenkirchen 25 Jahre Holstentherme

Es war eine große Party für Kaltenkirchen. Gut 800 geladene Gäste feierten in und auf dem Gelände des Erlebnisbades Holstentherme mit tollem Bühnenprogramm und vielen Leckereien das 25-jährige Bestehen des Freizeitparadieses.

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So wie hier amüsieren sich seit 25 Jahren die Gäste im Spaßbadbereich der Kaltenkirchener Holstentherme im 32 Grad warmen Wasser.

Quelle: Alexander Christ

Kaltenkirchen. Zu den Höhepunkten des Abends zählte der Auftritt von Darstellern des Musicals „König der Löwen“. Drei Mitarbeiter der ersten Stunde wurden unter dem Beifall der Gäste geehrt. Es waren Sauna- und Wellnessberaterin Nicole Maertz, Badebetriebsleiter Thomas Stegemann und Betriebstechniker Clemens Reich. Das Programm moderierte RSH-Reporter Volker Mittmann.

 1975 gab es in Kaltenkirchen keine Schwimmhalle. Das wollten einige Bürger der Stadt ändern und gründeten den Verein Stiftung Schwimmzentrum Kaltenkirchen und Umgebung. Nachdem mehrere Projekte zum Bau wegen zu hoher Kosten nicht realisiert werden konnten, stellte der Vorstand den Kontakt zur Deyle-Gruppe in Baden-Württemberg her, die die Holstentherme nach ihrem Bau zunächst auch betrieb. 1996 kündigte die Stadt den Vertrag und übernahm das Bad. Es gehört mit seinen rund 110 Mitarbeitern zu den ganz wenig Erlebnisbädern in Deutschland, die ohne Verluste arbeiten und ohne öffentliche Zuschüsse auskommen. „Wir schreiben eine schwarze Null“, sagte Geschäftsführer Stefan Hinkeldey dann auch stolz. Für ihn ist das die logische Konsequenz harter Arbeit. „Wir arbeiten von Anfang an mit einer schwarzen Null. Das ist unter anderem die Folge unternehmerisch weitsichtigen Handelns und des Vertrauens des Aufsichtsrats.“ Die „Karibik des Nordens“, wie sich das Erlebnisbad nennt, beschäftigt 110 Mitarbeiter.

 Im ersten Jahr des Badebetriebs 1991 lag der Jahresumsatz bei umgerechnet zwei Millionen Euro. 2015 waren es 5,5 Millionen Euro. In diesem Zeitraum wurden unter Einbeziehung von Abschreibungen und laufenden Instandhaltungskosten fast 13 Millionen Euro in neue Projekte gesteckt. Dazu gehörten beispielsweise die permanente Erweiterung und Umgestaltung der Saunenwelten, die stetige Erneuerung des gastronomischen Angebotes, der Bau eines eigenen Fitness-Centers und der Bau eines Sole-Relax-Beckens. Die Investitionen entsprechen fast der Summe, die der Neubau der Holstentherme 1991 (umgerechnet 14 Millionen Euro) kostete.

 Die stete Weiterentwicklung zahlte sich aus. Im ersten Jahr plantschten und saunierten rund 150000 Besucher in der Holstentherme, 2015 waren es fast 470000. Ein Rekord, den das Team in diesem Jahr noch überbieten will. Insgesamt zählte das Bad seit 1991 rund acht Millionen Gäste.

 „Stillstand ist Rückstand. Deswegen werden wir unsere erwirtschafteten Gewinne aus dem Vorjahr wieder investieren“, kündigte der Geschäftsführer an. Konkret heißt das, dass ab Juni erneut Bautrupps auf dem Gelände anrücken, um ein neues Wellnessparadies für Saunafans mit der Bezeichnung „La Mamounia“ zu errichten. Es handelt sich um die Kaltenkirchener Version eines marokkanischen Dampfbads. Das beliebte Freizeitbad soll auch ein neues Gesicht bekommen. Dafür werden rund 2,5 Millionen Euro investiert. „Die neue Eingangshalle wird die Außenansicht verändern, die zur Zeit noch recht schmucklos ist“, sagte Hinkeldey. Die Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen.

 Die Holstentheme gehört wie die Stadtwerke zu den Städtischen Betrieben, einer 100prozentigen Tochter der Stadt Kaltenkirchen.

 Dass die Kaltenkirchener ihre Holstentherme lieben, wurde bei der Jubiläumsfeier deutlich. Denn unter den Gästen waren zahlreiche, die seit dem ersten Tag regelmäßig zum Baden oder Saunieren kommen. So wie beispielsweise Jürgen Lüders und Friedrich-Wilhelm Stüben. „Ich habe die Geschichte der Holstentherme von Anfang an begleitet und war zudem auch viele Jahre Mitglied im Aufsichtsrat“, sagte Lüders: „Wir können alle gemeinsam stolz sein, was hier geschaffen wurde.“ Bürgermeister Hanno Krause verwies in seiner Rede auf die weit über die Grenzen Kaltenkirchens hinaus wichtige Bedeutung der Holstentherme als eines der Aushängeschilder der Stadt.

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