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70 Arbeitsplätze in Aussicht

Kaltenkirchen 70 Arbeitsplätze in Aussicht

Aus dem Gewerbegebiet Hochmoor an der Grashofstraße ist ein weiteres Areal verkauft worden. Auf dem nun verkauften Gelände mit einer Größe von 5,2 Hektar will sich die Firma Kann ansiedeln. Das mittelständische Familienunternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Betonprodukten in Deutschland.

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Vertrag unterzeichnet: Die Kann-Geschäftsführer Paulhorst Kann (links), Jan Geenen (rechts) und Bürgermeister Hanno Krause.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Damit wurden innerhalb eines Jahres rund 14,5 von insgesamt 22 Hektar vermarktet.

 Der Grundstückskaufvertrag ist bereits unterzeichnet worden. Bis es tatsächlich mit dem Bau der neuen Produktionsstätte losgehen darf, wird es aber noch dauern. Sobald die Planung steht, muss ein aufwendiges Genehmigungsverfahren durchlaufen werden. Mit dem Baubeginn ist daher erst im ersten Halbjahr 2017 zu rechnen.

 Die Kann-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Koblenz. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 1200 Mitarbeiter und produziert an 60 Standorten. Von Kaltenkirchen aus will es sich nun in Norddeutschland neue Märkte erschließen. Hergestellt werden unter anderem Pflastersteine, Terrassenplatten, Palisaden oder auch Hangbefestigungen. In Kaltenkirchen sollen neben einer neuen Produktionsstätte auch ein Lager, ein Vertriebsbüro sowie eine Musterfläche entstehen. Verkauft wird nicht an den Endkunden, sondern an den Baustofffachhandel in einem Radius von rund 100 Kilometern.

 Der Kontakt zwischen der Firma und der Stadt Kaltenkirchen entstand über die Wirtschaftsförderung des Kreises Segeberg. Auch andere Standorte wurden von Seiten der Geschäftsführung ins Auge gefasst, letztendlich entschied sie sich aber für Kaltenkirchen. „Den Ausschlag gaben für uns unter anderem die Nähe zu Kunden sowie die logistische Anbindung“, sagte Geschäftsführer Jan Geenen. Außerdem brauche die Firma für ihre Produktion beispielsweise Sand und Kies. Davon gebe es im Raum Kaltenkirchen reichlich.

 Investieren wird die Firma Kann in ihren neuen Standort insgesamt etwa 15 Millionen Euro. 50 bis 70 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Angestrebt wird ein Drei-Schicht-Betrieb.

 Das verkaufte Grundstück ist komplett erschlossen und wurde zu einem Preis von 60 Euro pro Quadratmeter verkauft. Für die Stadt Kaltenkirchen ergibt sich durch die hohe Investitionsvorleistung erst einmal ein Nullsummenspiel. „Wovon wir in Zukunft profitieren werden, sind die Steuereinnahmen. Außerdem entstehen Arbeitsplätze“, freute sich Bürgermeister Hanno Krause, der sich vorgenommen hat, die Arbeitslosenquote von aktuell 7,4 Prozent in der Stadt Kaltenkirchen zu senken.

 Im Bereich Hochmoor werden sich unter anderem auch die Firma Plambeck und der Feinkosthersteller Popp mit einem Erweiterungsbau ansiedeln. Mit weiteren Interessenten für die noch übrigen 7,5 Hektar Freifläche laufen Gespräche.

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