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Abwechslung vom Containerleben

Kaltenkirchen Abwechslung vom Containerleben

Das Leben in einem kleinen Wohncontainer ist für Asylbewerber recht trist. Deshalb wurde auf Initiative der Stadt und der Flüchtlingshelfer ein Teil des Containergeländes im Erholungspark zu einer Begegnungsstätte umgebaut. Dazu trugen zahlreiche Sach- und Geldspenden bei.

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Viele Spender, Offizielle und auch Bewohner waren bei der Vorstellung der Spiel- und Begegnungsfläche dabei.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Es gibt nun unter anderem dort einen Bolzplatz, zwei Schachfelder, eine Spielsandfläche, eine Tischtennisplatte, zwei Federwipper, eine Doppelschaukel und viele Sitzmöglichkeiten. Bereits vor einigen Wochen wurde ein Holzhaus aufgestellt. Das alles wurde durch Sach- oder Barspenden in Höhe von rund 6000 Euro finanziert. Rund 2000 Euro erbrachte zum Beispiel ein Konzert der ehemaligen Musikgruppe Heidehase mit dem Kaltenkirchener Dr. Gerhard Braas, die extra für den guten Zweck noch einmal auftrat. 500 Euro steuerte die Familie Lange bei.

 „Ich bedanke mich bei allen Spendern sehr herzlich für dieses großzügige Engagement“, erklärte Bürgermeister Hanno Krause bei der offiziellen Vorstellung der Spiel- und Begegnungsstätte: „Es war uns allen wichtig, Bewegungsraum zu schaffen.“

 Froh ist Krause, dass sich die Flüchtlingssituation in der Stadt entspannt hat. Im Containerdorf leben knapp 70 Asylbewerber, darunter neun Kinder. Gerade sind 23 Menschen in die neue Unterkunft an der Kieler Straße umgezogen. 25 weitere werden vom Freizeitpark dorthin wechseln, wenn das zweite Gebäude in Kürze fertig ist. Die Wohnungen sind inklusive Toilette, Dusche und kleinem Küchentrakt 15 Quadratmeter groß, modern und hell. Umquartiert werden zuerst die Flüchtlinge, die schon lange in den Containern leben.

 Die Behelfsunterkünfte werden aber noch weiter gebraucht. „Wir erwarten in den nächsten Wochen zahlreiche Neuankömmlinge, darunter auch Familien“, sagte der Bürgermeister. Das Land lasse zur Zeit seine Erstaufnahmeeinrichtungen leerlaufen. Die Stadt hat jetzt für den Freizeitpark 60 neue Container angeschafft. Sie haben eine deutlich bessere Qualität als die 20 gemieteten auf dem Gelände. Sie stehen jetzt leer und sollen zurückgegeben werden. „Wir haben den Mietvertrag gekündigt, weil der Lieferant seinen Vertragsverpflichtungen nicht nachgekommen ist“, erklärte Krause. So seien die Container in schlechtem Zustand angeliefert worden, zum Beispiel mit undichten Dächern.

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