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Ansgarkreuz für Uwe Kühn

Kaltenkirchen Ansgarkreuz für Uwe Kühn

Jahrzehntelang hat sich Uwe Kühn (74) ehrenamtlich in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde von Kaltenkirchen engagiert. Dafür wurde er mit dem Ansgarkreuz geehrt. Die Auszeichnung ist für Bürger gedacht, die sich in Norddeutschland in besonderem Maße um die Kirche verdient gemacht haben.

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Uwe Kühn (74) wurde mit dem Ansgarkreuz geehrt.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Dass Uwe Kühn in seiner Kirchengemeinde viel bewirkt hat, steht außer Zweifel. Seine ehrenamtliche Tätigkeit begann er im Jahr 1985. Damals wurde er Mitglied im Gemeindeausschuss. Zahlreiche weitere Ämter und Aufgaben folgten. So wurde er 1991 Mitglied im Kirchenvorstand sowie in der Synode und organisierte 1996 federführend die Restaurierung der Orgel in der Michaeliskirche. Später war er mehrere Jahre lang Vorsitzender des Bauausschusses sowie stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands und schließlich auch zwei Jahre lang dessen Vorsitzender. Darüber hinaus organisierte Uwe Kühn auch das Männerfrühstück im Michaelishaus, Seniorennachmittage sowie Bibelstunden. Und noch etwas tat er: Gemeinsam mit seiner inzwischen verstorbenen Frau Heidi, die ebenfalls in der Kirchengemeinde sehr aktiv war, veranstaltete er an Heiligabend Weihnachtsfeiern. Sie waren insbesondere für Alleinstehende und Einsame gedacht, was denen viel Freude brachte.

 Mit der Verleihung des Ansgarkreuzes in der Michaeliskirche wollte die Kirchengemeinde Uwe Kühn für seinen großen Einsatz danken. Die Auszeichnung wurde im Rahmen eines Festgottesdienstes vergeben. Die Predigt hielt Pastorin Simone Pottmann. Passenderweise ging es darin um das Thema Nächstenliebe und die vielen Formen, in denen der Dienst am Nächsten realisiert werden kann. So manche davon fand sich in Uwe Kühns Biografie wieder.

 Die Auszeichnung selbst überreichte Propst Kurt Riecke. Er zitierte in seinem Grußwort Papst Franziskus, der tags zuvor auf dem Weltjugendtag gesagt hatte, der Mensch sei nicht dazu da, um es sich auf dem Sofa bequem zu machen. Das Christentum brauche Tatendrang. Dafür sei Uwe Kühn ein gutes Beispiel, erklärte Riecke. Den musikalischen Teil des Gottesdienstes gestaltete die Kantorei unter der Leitung von Kantor Daniel Zimmermann.

 Uwe Kühn wurde im Mecklenburgischen geboren und kam einst als Flüchtling nach Schleswig-Holstein. Dort lernte er seine spätere Frau kennen, die aus Hasenmoor stammte. Bis 1968 lebten beide in dem Dorf, dann zogen sie gemeinsam mit ihrer Tochter nach Kaltenkirchen. Dort war Uwe Kühn bei der AKN beschäftigt. In ihrer Freizeit begannen Heidi und Uwe Kühn, sich in der Kirchengemeinde einzubringen. „Das bereitete mir Freude und ich hatte einfach Lust, etwas zu machen“, berichtet der Senior bescheiden. Es habe ihm gefallen, die Gemeinde mitgestalten und Entscheidungen treffen zu können.

 Vor einigen Jahren zog Uwe Kühn von Kaltenkirchen nach Blunk. Der Kontakt zu seiner Heimatgemeinde blieb trotzdem noch lange sehr intensiv. Inzwischen hat er sich aus der ehrenamtlichen Arbeit jedoch zurückgezogen. „Es war an der Zeit, den Jüngeren Platz zu machen.“

 Nach dem Gottesdienst lud die Kirchengemeinde noch zu einem Empfang im Michaelishaus ein, wo Uwe Kühn zahlreiche Glückwünsche entgegennahm.

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