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Bankgeschäfte wachsen stetig

Kaltenkirchen Bankgeschäfte wachsen stetig

Die Rahmenbedingungen im Finanzsektor bleiben schwierig. Trotzdem präsentierte die Kaltenkirchener Bank auf ihrer Mitgliederversammlung ein zufriedenstellendes Ergebnis für 2015. Darlehen und Einlagen der Kunden wuchsen in den vergangenen Jahren kontinuierlich, der Immobilienmarkt läuft.

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Vorstand Johann Fuhlendorf präsentierte angesichts der Rahmenbedingungen im Finanzsektor eine zufriedenstellende Bilanz.

Quelle: Heinrich Pantel

Kaltenkirchen. Zum derzeitigen Niedrigzinssatz sagte Vorstand Johann Fuhlendorf während der Versammlung in der Tanzschule Klahn: „Die Zeche zahlen die Sparer und die Banken gleichermaßen.“ Aber Jammern helfe nicht weiter: „Das schaffen wir schon.“ Das Immobiliengeschäft der Bank boomt. Im neuen Baugebiet Wiesenpark in Kaltenkirchen gibt es nach Fuhlendorfs Worten eine gute Nachfrage. „Gerade für den Häuslebauer ist die Zinsentwicklung günstig, und diese niedrigen Zinsen können sich die Kunden für einen langen Zeitraum sichern“, betonte der Bankvorstand. „Weitere Flächen befinden sich bereits in Planung“, verriet er. Beim Neubau des Wohn- und Geschäftshauses in der Schützenstraße geht es nach seinen Worten zügig voran.

 Die Darlehen an Kunden stiegen seit 2012 Jahr um Jahr von 178 auf zuletzt 232 Millionen Euro. Wachstumsträger waren dabei Kredite an Unternehmen und Selbständige sowie Eigenheimfinanzierungen, erläuterte der zweite Bankvorstand Sven Peters. „Von Kreditklemme ist bei uns seit Jahren keine Spur“, sagte er.

 Stetig angewachsen sind im selben Zeitraum die Kundeneinlagen – von 162 Millionen Euro in 2012 auf zuletzt 201 Millionen Euro. Peters zeigte sich verblüfft. Er sei seit 30 Jahren im Bankgeschäft tätig, aber: „Ich hätte mir am Anfang nicht vorstellen können, dass bei null Zinsen die Einlagen steigen.“

 Ebenfalls zugenommen hat das Kundengesamtvolumen, das alle Einlagen und Kredite wiedergibt, zu denen auch die von der Bank betreuten Produkte der Verbundpartner wie Bausparkasse Schwäbisch Hall und R+V-Versicherung zählen. Ende 2015 erreichte die Bank 433 Millionen Euro. „Wir werden 2016 die 450-Millionen-Euro-Marke überschreiten“, machte Peters deutlich.

 Die Versammlung stimmte einer Dividende von 3,5 Prozent für das Jahr 2015 zu. Der Gewinnanteil ging gegenüber dem Vorjahr etwas zurück, um das Eigenkapital zu stärken und die Rücklagen um über eine Million Euro aufzustocken. Dem Jahresbericht wurde zugestimmt, Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Die Genossenschaftsbank hat derzeit 2258 Mitlieder, die damit auch Anteilseigner sind. Zur Sitzung in Kaltenkirchen waren rund 250 Gäste gekommen.

 Aufsichtsrat Folkers Krayenborg aus Hasenmoor stellte sich erneut zur Wahl und wurde ohne Gegenkandidat einstimmig im Amt bestätigt.

 Bankvorstand Fuhlendorf blickte in seinem Bericht über das Bankgeschäft an sich hinaus. Bei den gegenwärtigen Problemen schlug er den Bogen von Flüchtlingsstrom und Brexit bis zur Eurokrise in Italien, Spanien sowie Griechenland und stellte fest: „Das Jahr 2015 brachte die europäische Idee an den Rand des Scheiterns.“

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