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Betonproduzent baut neues Werk

Kaltenkirchen Betonproduzent baut neues Werk

Die Kann-Gruppe mit Hauptsitz in Bendorf (Rheinland-Pfalz), ein Produzent von Betonwaren, errichtet an der Grashofstraße eine neue Fertigungsstätte mit Auslieferungslager. Das Unternehmen investiert in Kaltenkirchen rund 15 Millionen Euro. Es entstehen rund 50 neue Arbeitsplätze.

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Sie nahmen im Schneetreiben den ersten Spatenstich vor (von links): Alfred Vahl (Wirtschaftsförderer der Stadt), Florian Pump (Bauleiter), Frank Hergenroether (Firma Kann), Hans-Jürgen Scheiwe (CDU-Fraktion), Rüdiger Gohde (Bürgervorsteher), Hanno Krause (Bürgermeister), Dr. Matthias Liersch (Firma Kann), Bernd Schädler (SPD-Fraktion) und Marco Frank (Firma Kann).

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Das Wetter war mies, doch die Stimmung der Beteiligten prächtig beim ersten Spatenstich für den Neubau der Firma Kann. „Unser Kaltenkirchen wird als Wirtschaftsstandort nachhaltig gestärkt“, freute sich Bürgermeister Hanno Krause. Und der technische Geschäftsführer der Kann-Baustoffwerke, Dr. Matthias Liersch, lobte: „Wir sind hier mit offenen Armen empfangen worden. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt war hervorragend. Das ist schon ungewöhnlich.“

 Die Kann-Gruppe produziert und vertreibt Betonwaren für den Hoch-, Straßen-, Landschafts- und Gartenbau. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über den Baustofffachhandel. Das Unternehmen beschäftigt rund 1200 Mitarbeiter, davon gut 700 in der Baustoffgruppe. Neben dem Hauptsitz in Bendorf gibt es noch weitere 20 Produktionsstandorte in Ost-, Süd- und Westdeutschland. Um zukünftig auch die Liefergebiete in Norddeutschland besser abdecken zu können, wird jetzt in Kaltenkirchen eine neue Fertigungsstätte errichtet.

 Der Kreis Segeberg hat inzwischen die Genehmigung für den ersten Bauabschnitt erteilt. Er umfasst den Bau des Auslieferungslagers. Es soll im ersten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen. „Im kommenden Jahr erwarten wir die Genehmigung für den zweiten Bauabschnitt mit der Produktionsstätte, sodass das ganze Bauvorhaben dann im ersten Halbjahr 2018 fertig wird“, erklärte Krause.

 „Für die Fertigung der Betonsteine wird in Kaltenkirchen eine hochmoderne Steinformanlage zum Einsatz kommen“, erläuterte Liersch. Anschließend getrocknet werden die Steine in einer klimatisierten Kammer. Auch eine Fertigungsstraße für Mauerscheiben ist vorgesehen.

 Schon die Fertigstellung der Auslieferungshalle sei ein großer Schritt, betonten die Kann-Vertreter. Damit könnten von Kaltenkirchen aus Kunden in Hamburg und Schleswig-Holstein, aber auch Mecklenburg-Vorpommern schneller beliefert werden. Die neuen Arbeitsplätze seien neben der Gewerbesteuer „ein ganz wesentlicher Effekt für unsere Stadt“, unterstrich der Bürgermeister.

 Das Grundstück, auf dem Kann an der Grashofstraße baut, ist etwa 5,2 Hektar groß.

 Am Spatenstich nahmen Vertreter von CDU- und SPD-Fraktion teil. Der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft Pro Kaki, Reinhard Bundschuh, blieb der Veranstaltung demonstrativ fern. „Wer in der letzten Zeit durch die Grashofstraße gefahren ist, konnte sehen, in welchem erheblichen Umfang Bäume gefällt, Knicks gerodet und Natur versiegelt wurde“, führte er in eine Presseerklärung aus. Der Bebauungsplan für das Gebiet sei im Herbst 2012 nach intensiver Diskussion mit der Mehrheit der Stimmen von SPD und CDU in dieser Form beschlossen worden, blickte Bundschuh zurück. „Ich habe damals als unabhängiger Stadtvertreter dagegen gestimmt“, betont er, „natürlich respektiere ich als guter Demokrat den Mehrheitsbeschluss, aber ich muss die Baugenehmigung nicht gleich feiern und bin deshalb der Einladung zum symbolischen Spatenstich nicht gefolgt.“ Der Pro-Kaki-Fraktionschef hofft, dass die Erwartungen an die Gewerbesteuereinnahmen und das Entstehen neuer Arbeitsplätze auch erfüllt werden.

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Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

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