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CDU: Weg mit den gelben Lampen!

Kaltenkirchen CDU: Weg mit den gelben Lampen!

Wenn es nach dem Willen der CDU geht, stehen die prägnanten gelben Leuchten in der Kaltenkirchener Innenstadt nicht mehr lange. Die Christdemokraten regen eine „Beleuchtungsinitiative“ an. In diesem Zusammenhang sollen die gelben Lampen durch neue, hellere und verbrauchsärmere ersetzt werden.

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Die gelben Lampen prägen das Bild in der Kaltenkirchener Innenstadt. Die CDU möchte sie entfernen und durch neue, energiesparende ersetzen lassen.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Die einen finden sie immer noch toll und prägend für die Innenstadt, andere einfach nur hässlich. Doch inzwischen haben sich die Kaltenkirchener mit den gelben Lampen in der Ortsmitte arrangiert, die bei ihrer Präsentation Ende der 1980er Jahre mächtig die Gemüter erhitzten. Damals fand sogar eine Einwohnerdiskussion zum Thema im damaligen Gasthof Hüttmanns in der Schützenstraße statt. Der Kaltenkirchener Architekt Werner Feldsien hatte die Lampen entworfen. 253 Exemplare stehen zur Zeit in der Innenstadt.

 Die Demontage der gelben Laternen sei ein Baustein zu einer verbesserten und kostengünstigeren Beleuchtung der Innenstadt, sagt CDU-Fraktionschef Kurt Barkowsky. Alleine schon zur Verbesserung der subjektiven Sicherheit müssten dunkle Flecken im Zentrum beseitigt werden. Dafür sei die bisherige Beleuchtung nicht geeignet. „Die Lampen sind einfach völlig veraltet.“

 Nach dem Willen der CDU soll die Verwaltung einen Plan für die Lampenerneuerung und eine Kostenanalyse vorlegen. Ziel sei es, mit der Umgestaltung im kommenden Jahr zu beginnen.

 „Geschmäcker sind verschieden“, gibt sich Bürgermeister Hanno Krause zur Optik der gelben Lampen diplomatisch, machte dann aber aus seiner persönlichen Meinung keinen Hehl: „Die Form ist noch immer ansprechend, aber farblich passen sie nicht so ins Stadtbild.“ Fest stehe zudem, dass bei ihnen von Energieeffizienz nicht die Rede sein könne. Auch seien sie technisch völlig veraltet. „Und es gibt keine Ersatzteile mehr. Bei Reparaturen müssen unsere Mitarbeiter oft improvisieren“, erläutert der Bürgermeister: „Wir sollten deshalb auch in keine Grundsanierung mehr gehen.“ Für die Suche nach einem Nachfolgemodell hat Krause auch schon klare Vorstellungen: Das sollten Bürger, Wirtschaft und Politik gemeinsam tun.

 Unterstützung findet die CDU bei der Wählergemeinschaft Pro Kaki. „Die derzeitigen Lampen sind technisch überholt“, findet Fraktionschef Reinhard Bundschuh. „Wir wollen auch ein neues Beleuchtungskonzept.“ Das müsse aber eingebunden sein in die Neugestaltung der Innenstadt, zu der auch die Planungen für die Holstenstraße gehörten. Klar sei für Pro Kaki, dass künftig LED-Technik eingesetzt und die Bürger bei der Auswahl der neuen Lampen ein Mitspracherecht haben müssten.

 SPD- und FDP-Fraktion haben sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt. Die Fraktionschefs Bernd Schädler und Eberhard Bohn würden es aber schade finden, wenn die gelben Lampen wegkämen, weil sie ein städtisches Merkmal seien. Das sei allerdings ihre persönliche Meinung, betonten beide.

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Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

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