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CDU und Pro Kaki im Clinch

Kaltenkirchen CDU und Pro Kaki im Clinch

Durch einen Beitrag auf der Homepage seiner Partei hat der CDU-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeister Hauke von Essen nicht nur die Wählergemeinschaft Pro Kaki gegen sich aufgebracht, sondern seinen Freund, Bürgermeister Hanno Krause (CDU), zu einer Klarstellung veranlasst.

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Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause (CDU).

Quelle: Archiv

Kaltenkirchen. Von Essen hatte nicht nur Krauses ersten Wahlkampf im Jahr 2011 maßgeblich organisiert, sondern bereits angekündigt, das auch für den nächsten Urnengang im Mai des kommenden Jahres tun zu wollen. Das hatte er als einen der Gründe dafür angeführt, dass er auf eine erneute Kandidatur für den Ortsvorsitz verzichtete. Mit seiner Veröffentlichung hat der CDU-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeister Hauke von Essen dem Verwaltungschef keinen Gefallen getan.

 Auf der Homepage der CDU hat von Essen Pro Kaki ins Visier genommen und der Wählergemeinschaft unterstellt, kein Vertrauen mehr in die Arbeit „unseres Bürgermeisters“ zu haben. Ferner schreibt er, Pro Kaki habe den „Wahlkampfmodus eingeschaltet und wird nunmehr einen eigenen Kandidaten aufstellen“. Begründet hatte von Essen diese Aussagen damit, dass er von Pro Kaki klare Aussagen erhalten wolle.

 Die ließen nicht lange auf sich warten. „Wieder einmal fällt Hauke von Essen, der neue CDU-Fraktionsvorsitzende und Wahlkampfmanager seines Parteifreundes Bürgermeister Krause, durch Diffamierungen und persönliche Angriffe unangenehm auf“, heißt es in einer Presseerklärung, für Pro Kaki unterzeichnet von Reinhard Bundschuh (Fraktionsvorsitzender), Frank Günter (zweiter stellvertretender Bürgermeister) und Thies Rickert (Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses). Sie fragen, ob diese „verleumderische Kampagne“ von Essens ein Vorgeschmack auf seinen Stil als Wahlkampfmanager von Krause sei. Bundschuh stellte klar, dass Pro Kaki keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten nominieren werde und forderte Krause auf klarzustellen, dass er sich von den Aussagen von Essens distanziert.

 Die von Pro Kaki monierten Aussagen seines Parteifreundes von Essen seien nicht mit ihm abgestimmt, erklärte Krause. Wahlkampf sei übrigens kein Wort aus seinem Sprachgebrauch., denn er führe als Bürgermeister keinen Kampf. „Ich möchte an dem gemessen werde, was ich sage und tue“, sagte Krause. Er habe bereits bei seiner ersten Bewerbung erklärt, dass er gerne drei Amtsperioden für die Stadt arbeiten wolle. Er möchte mit Unterstützung der Stadtvertretung Kaltenkirchen voranbringen und das „durch parteiübergreifendes Handeln“. „Ich bewerbe mich mit meiner Arbeit“, erklärte er.

 Der Bürgermeister machte keinen Hehl daraus, dass er sich nicht nur die Unterstützung der CDU, sondern auch der anderen Fraktionen für seine Kandidatur wünscht. „Auf keinen Fall möchte ich eine Konfrontation. Mir geht es bei meinem Handeln einzig um das Wohl unserer Bürger“, sagte der Verwaltungschef.

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Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

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