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Der Meister mit den Bechern

Kaltenkirchen Der Meister mit den Bechern

Seit zweieinhalb Jahren begeistert sich Markus Maiwald für das Sport-Stacking, auch Becherstapeln genannt. Der 14-Jährige ist mittlerweile derart erfolgreich, dass er sich sogar für die Weltmeisterschaft qualifiziert hat.

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Becherstapeln in Formationen: Sport-Stacker Markus Maiwald trainiert täglich, um die Pyramiden schneller errichten zu können.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Die WM wird vom 28. bis 30. April im bayerischen Speichersdorf ausgetragen. Vorher geht es noch zur Deutschen Meisterschaft, die an diesem Wochenende in Höxter stattfindet.

 Das Sport-Stacking stammt aus den USA und ist dort auch schon recht bekannt. In Deutschland hingegen muss Markus Maiwald immer wieder die Regeln erklären, wenn er auf sein Hobby angesprochen wird. Grob gesagt kommt es darauf an, Becher in rasendem Tempo in Formation zu bringen und dann wieder abzubauen. Dabei darf keiner umfallen. Eine Figur mit zwölf Becher absolviert Markus Maiwald innerhalb von rund drei Sekunden, bei neun Bechern sogar in nur zwei Sekunden. „Der Reiz besteht darin, immer schneller zu werden und sich selbst zu unterbieten“, sagt Markus Maiwald. Im Wesentlichen gibt es drei Stapel-Methoden. Freestyle ist auch möglich. „Aber das mag ich nicht so sehr“, erzählt das Nachwuchstalent.

 Der Kaltenkirchener kam einst durch die Fanta-Werbung aufs Sport-Stacking. Kaum hatte er den Spot gesehen, holte er sich aus der Küche Kaffeebecher und begann mit dem Üben.

 Das klappte nicht besonders gut. Fürs Stacking braucht man Spezialbecher ohne Boden oder mit Löchern drin.

 Rund zwei Stunden täglich übt Markus Maiwald in seinem Zimmer. Seine Eltern und sein Bruder können unschwer erkennen, wenn es wieder soweit ist: immer dann, wenn es oben kräftig klappert. Die viele Mühe hat dem Sportler bislang 42 Medaillen und außerdem Pokale eingebracht. Sogar Deutscher Meister und Europameister ist er bereits geworden.

 

 Weil das Becherstapeln wenig abwechslungsreich ist, steigen die meisten Neulinge schon nach kurzer Zeit aus der Sportart aus. „Die verausgaben sich zwei Wochen lang und verlieren dann die Lust“, meint Markus Maiwald.

 Er selbst habe dieses Problem nicht und werde immer noch von dem Ehrgeiz angetrieben, immer besser zu werden. „Um sich in dieser Sportart um eine Sekunde zu verbessern, braucht man ungefähr ein Jahr“, beschreibt er die Herausforderung.

 Markus Maiwald trainiert zuhause und in einer Quickborner Stacking-Gruppe. Schon im vergangenen Jahr war er für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Weil das Turnier damals in Kanada stattfand, musste er aber zuhause bleiben: Die Reise war zu teuer. Daher hofft er nun auf Sponsoren, die ihn unterstützen wollen. „Die WM 2017 ist in Taiwan und es ist sehr wahrscheinlich, dass ich mich auch dafür qualifiziere.“ Davor stehen noch viele weitere Turniere an, überwiegend in Süddeutschland.

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