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Die nächsten 60 Container

Kaltenkirchen Die nächsten 60 Container

Nachdem im Herbst die ersten Wohncontainer angeliefert worden waren, tat sich im Kaltenkirchener Containerdorf für Flüchtlinge längere Zeit nichts. Grund dafür waren Lieferprobleme für weitere Module. Nun hat eine neue Firma den Auftrag übernommen. Bis Ende des Monats will sie 60 Container aufstellen.

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Viel Platz ist in den Wohncontainern nicht. Sie sind aber immerhin neu und bieten mehr Privatsphäre als die Notunterkunft in der ehemaligen Tennishalle an der Schirnauallee.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Die ersten sind bereits eingetroffen. Laut Plan sollen bereits in der nächsten Woche die ersten Asylbewerber aus der ehemaligen Tennishalle ins Containerdorf beim Hochseilgarten umziehen dürfen.

 Einige der neuen Container stehen bereits seit Anfang März an ihrem Platz. Danach wurde zügig damit begonnen, die nötigen Kabel zu verlegen und weitere Fundamente vorzubereiten. Im Moment sind die Bauarbeiter unter anderem mit Arbeiten an der Elektrik beschäftigt. Außerdem müssen die Wasserleitungen mit dem Kanalsystem des Festplatzes verbunden werden.

 Die Container sind ganz neu, verfügen alle über eine kleine Küchenzeile sowie über ein eigenes Badezimmer mit Dusche und WC. Dennoch sind sie spartanisch. Je zwei Flüchtlinge werden sich die sogenannten Einzelcontainer mit einer Fläche von drei mal sieben Metern teilen müssen. Familien mit bis zu vier Personen stehen drei mal neun Meter zur Verfügung. Den größten Teil dieser Fläche nehmen Betten sowie Schränke ein. Daneben bleibt noch Raum für einen kleinen Tisch und zwei Stühle. Geplant ist die Aufstellung von 50 Einzel- und 10 Familiencontainern.

 Ein Teil der Ware befindet sich derzeit noch auf einem Containerschiff, das gerade die Strecke von Sankt Petersburg nach Kiel zurücklegt. Produziert wurden die Wohnmodule in der Nähe von Moskau, also rund 3000 Kilometer von Kaltenkirchen entfernt. Geliefert werden sie von der Firma Green Delta Construction aus Siek (bei Ahrensburg). Sie ist inzwischen deutschlandweit tätig. All ihre Container bezieht sie aus Russland. „Diese Ware fällt nicht unter die von der EU verhängten Sanktionen“, berichtet Inhaber Torben Klammer. Erst kürzlich habe seine Firma Kontakte zu einem weiteren Containerhersteller in Russland knüpfen können. Lieferprobleme gebe es daher nicht.

 Green Delta Construction verschifft seine Container sogar in den arabischen Raum. Dort dienen sie allerdings nicht der Unterbringung von Flüchtlingen. „Sie werden auf Baustellen verwendet, beispielsweise als Büros“, so Klammer. In der Türkei, wo derzeit sehr viele Flüchtlinge aus Syrien gestrandet seien, gebe es einen eigenen Containermarkt. Diesen bediene Green Delta Construction bislang nicht.

 Im Zentrum des Kaltenkirchener Containerdorfes befindet sich eine große Freifläche, die auch in Zukunft nicht bebaut werden soll. Auf dem Areal soll ein Platz der Begegnung mit Bänken oder einer kleinen Grillmöglichkeit entstehen. „Es gibt dafür schon einige Ideen“, sagt Dennis Brandt, Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

 Bislang leben im Containerdorf knapp 30 Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und dem Irak. Sie werden im Mai oder Juni in die neue Flüchtlingsunterkunft am Kamper Stieg umziehen dürfen. Diese ist für 48 Einzelbewerber gedacht. Die übrigen Wohnungen werden mit Flüchtlingen aus der Tennishalle belegt. Das Ziel besteht darin, die Notunterkunft an der Schirnauallee so bald wie möglich aufzulösen. Dementsprechend werden die Standorte am Hochseilgarten sowie am Kamper Stieg wachsen.

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