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Doch LED für die gelben Lampen?

Kaltenkirchen Doch LED für die gelben Lampen?

Ist es technisch nun möglich oder nicht? Die Wählergemeinschaft Pro Kaki hat für die nächste Sitzung des Bauausschusses den Antrag gestellt, die Lampen in der Kaltenkirchener Innenstadt auf sparsame LED-Technik umzurüsten. Aus dem Rathaus hieß es bislang, das sei nicht möglich.

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Entgegen der bisherigen Aussagen von Bürgermeister Hanno Krause sollen die gelben Lampen in Kaltenkirchen doch auf LED umrüstbar sein.

Quelle: Archiv

Kaltenkirchen. Die charakteristischen gelben Lampen mit ihrer mittlerweile veralteten Technik wurden besonders im gerade veröffentlichte Prüfbericht des Landesrechnungshofes (LRH) angesprochen, der insgesamt einen zu hohen Energieverbrauch städtischer Anlagen bemängelt und Verträge mit den Stadtwerken kritisch beurteilt hatte. Die Rechnungshofexperten empfahlen, die Straßenleuchten von Quecksilberdampf auf LED umzurüsten. Aus dem Rathaus hieß es dazu bisher mit Hinweis auf ein Gutachten, dass diese Umrüstung technisch unmöglich sei. Auch Bürgermeister Hanno Krause hatte diese Aussage bei mehreren Gelegenheiten wiederholt. Dr. Hendrik Glaser vom LRH hingegen hatte klargestellt, dass eine Umstellung technisch durchaus machbar sei.

 Pro Kaki hat sich nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden Reinhard Bundschuh mit Fachleuten in Verbindung gesetzt. „Nach Rücksprache mit den Experten kann für die Umrüstung ein leistungsstarkes LED-Leuchtmittel mit E27-Gewinde und integriertem Vorschaltgerät verwendet werden. Zusätzlich muss das bisherige Vorschaltgerät überbrückt werden“, führt er detailliert aus, „die Opalabdeckung wird weiterhin als Diffusor und der Leuchtenschirm als Reflektor verwendet. Somit lässt sich eine ähnliche Lichtleistung wie bisher erzielen.“

 Auch von den Kosten her sei die Stadt mit einer derartigen Lösung auf einem guten Weg, erklärt Bundschuh. 75 Watt ließen sich einsparen, wenn die alte Systemleistung von 95 (Leuchtmittel plus Drossel) durch ein Leuchtmittel mit 20 Watt ersetzt werden würde, rechnet er vor. Bei einer durchschnittlichen Brenndauer von knapp 10 Stunden pro Tag ergebe das eine Ersparnis von etwa 84 Euro pro Leuchte und Jahr. Die Investition würde sich demnach bereits nach 18 Monaten amortisiert haben und führe in den folgenden 18 Monaten bei 257 gelben Leuchten zu einer Einsparung von 32400 Euro, erklärt der Pro-Kaki-Fraktionschef.

 Eine kurzfristige Umstellung sei also ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Zuudem sei das eine hervorragende Übergangslösung, bis im Rahmen des Gesamtkonzeptes für die Innenstadt eine neue Beleuchtung mit LED-basierten Leuchten installiert werde, argumentiert die Wählergemeinschaft. „Gerne dürfen die neuen Lampen auch gelb sein und eine größtmögliche Ähnlichkeit mit den bestehenden gelben Lampen haben. Das sollten jedoch die Bürger Kaltenkirchens entscheiden“, meint Bundschuh.

 Der LRH-Prüfbericht stellt in Sachen Energiemanagement der Kaltenkirchener Stadtverwaltung ein schlechtes Zeugnis aus. Eine Stellungnahme aus dem Rathaus wird wohl erst Ende September vorliegen.

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