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Flüchtlinge: Entspannte Lage

Kaltenkirchen Flüchtlinge: Entspannte Lage

Die Lage der Flüchtlinge in Kaltenkirchen hat sich entspannt, die Unterbringung derzeit kein Problem. Dennoch bleibt die Situation eine Herausforderung. Das erklärte Bürgermeister Hanno Krause im Sozial- und Gleichstellungsausschusses. Zurzeit leben 285 Flüchtlinge in der Stadt.

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Ein Flüchtlingscafé wird im ehemaligen Tennisheim betrieben.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. 64 Personen wohnen in der Containeranlage hinter dem Festplatz, 7 in Übergangswohnungen, 137 in Wohnungen und 76 am Kamper Stieg. Eine alleinstehende Frau ist bislang in einem Hotel einquartiert. Für sie soll bald eine andere Lösung gefunden werden.

 Für große Entlastung bei der Unterbringung der Asylbewerber hat in diesem Sommer die Fertigstellung der beiden neuen Wohngebäude am Kamper Stieg gesorgt. 48 Bewohner des Containerdorfes konnten dorthin umziehen. Die Wohnungen sind mit je 15 Quadratmetern sehr klein, bieten aber deutlich mehr Privatsphäre und Lebensqualität als die Containerlösung.

 Die Tennishalle ist derzeit nicht belegt, steht aber immer noch als Notquartier zur Verfügung. Das soll auch vorerst so bleiben. Eine Nachtstreife sieht dort ebenso wie im Containerdorf regelmäßig nach dem Rechten.

 Die meisten Flüchtlinge, die aktuell in Kaltenkirchen leben, kommen aus Syrien. Danach folgen Afghanistan, Irak, Eritrea sowie die Türkei. Unter den Asylbewerbern sind auch 16 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Alter zwischen 15 und 17 Jahren.

 Um die Betreuung der Asylbewerber kümmern sich drei hauptamtliche Kräfte, die in Vollzeit beschäftigt sind. Darüber hinaus gibt es an die 100 ehrenamtliche Lotsen, die sich in verschiedenen Bereichen engagieren. Das reicht von Familienbegleitung, Fahrradwerkstatt, Kleidertafel und Deutschunterricht bis hin zur Hilfe bei Behördengängen und Fahrdiensten. Weil den Lotsen durch ihr Ehrenamt teilweise recht erhebliche Kosten entstehen, brachten Bürgermeister Krause sowie die Stadtvertreterin Cornelia Meier nun wieder ins Gespräch, im nächsten Haushalt einen Posten zur Erstattung materieller Aufwendungen einzustellen. In den Raum gestellt wurde während der Ausschusssitzung eine Summe von 5000 Euro. „Damit könnten wir die Kosten der Lotsen zumindest anteilig decken“, sagte Krause.

 Der Vorschlag fiel auf ein positives Echo. „Das kann ich nur unterstützen“, sagte Reinhard Bundschuh von der Wählergemeinschaft Pro-Kaki. „Die Unterstützung ist notwendig und ein Beitrag zur Arbeit der Flüchtlingslotsen.“ Auch Dieter Bracke (CDU) und Danny Blechschmidt (Die Linke) stimmten der Anregung zu.

 Eberhard Bohn (FDP) gab zu bedenken, dass es einen entsprechenden Vorschlag in der Vergangenheit bereits gegeben habe. Damals sei aus den Reihen der Flüchtlingslotsen signalisiert worden, dass eine finanzielle Aufwandsentschädigung – beispielsweise für Fahrtkosten – nicht nötig sei. Dagegen wandte Cornelia Meier ein, dass ihr inzwischen zugetragen worden sei, dass sich die Stimmung geändert habe. Meier ist selbst in der Flüchtlingshilfe engagiert und kennt viele Lotsen sowie den mit ihrem Ehrenamt verbundenen Aufwand aus persönlicher Erfahrung. Die Ausschussmitglieder einigten sich darauf, die Anregung erst einmal zur Kenntnis zu nehmen und bei der Diskussion um den nächsten Haushalt zu berücksichtigen.

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