21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Für die SPD tritt Weber an

Kaltenkirchen Für die SPD tritt Weber an

Stefan Weber ist wieder Direktkandidat der SPD zur Landtagswahl 2017 im Wahlkreis Segeberg-West. Der 53-Jährige, auch Kreisvorsitzender seiner Partei, erhielt bei einer Delegiertenversammlung im Kaltenkirchener Bürgerhaus 87 Prozent der Stimmen. Es gab keinen weiteren Bewerber.

Voriger Artikel
Die beiden Besten kamen aus G9
Nächster Artikel
Zum Schluss ein Hit von Adele

Mit einer schwungvollen Rede bewarb sich der SPD-Kreisvorsitzende Stefan Weber für die Kandidatur als Direktkandidat im Landtagswahlkreis Segeberg West.

Quelle: Harald Becker

Kaltenkirchen. Eine Wahlkreiskonferenz im Schnelldurchgang erlebten die SPD-Delegierten, die den Kandidaten für den Wahlkreis Segeberg-West kürten. Das Halbfinale der Fußball-EM und der Umstand, dass mit Weber nur ein Sozialdemokrat ohne Gegenkandidat antrat, verkürzten die Sitzungsdauer auf knapp 90 Minuten.

 34 der 39 anwesenden Delegierten (50 Delegierte umfasst der Wahlkreis) erhielt Weber für seine Nominierung als SPD-Landtagsdirektbewerber.

 „Mein Ziel und mein Motto lauten ,Chancen schaffen`“, sagte der 53-jährige Bürgermeister von Sievershütten und SPD-Kreisvorsitzende, als er sich seinen Parteigenossen ausführlich vorstellte, „mit der SPD, als die Gerechtigkeitspartei, sind wir da auf einem gutem Weg.“ Weber ist von Beruf Diplom-Sozialwirt und in Hamburg beim Landesbetrieb Erziehung und Beratung tätig. Der zweifache Familienvater leitet die Jugendhilfeabteilung West (Altona/Eimsbüttel). Sein politischer Schwerpunkt im Landtag soll dann auch in der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik liegen: Kostenlose Bildung von der Krippe bis zur Uni steht für den Sozialpolitiker an erster Stelle. „Die monatlich 100 Euro Kita-Geld sind der Einstieg in die Beitragsfreiheit und kostenfreie Kinderbetreuung“, sagte er. Ebenso wichtig sei eine ausreichende Zahl gut qualifizierter Erzieher.

 Stefan Weber, der mit viel Beifall von den Delegierten bedacht wurde, hofft den Wahlkreis diesmal direkt zu gewinnen. Bei der vergangenen Landtagswahl im Jahr 2012 erreichte er 32,5 Prozent der Erststimmen und unterlag dem CDU-Bewerber Volker Dornquast, der 40,8 Prozent erzielte. Diesmal geht allerdings nicht mehr Dornquast, sondern Ole Plambeck für die CDU ins Rennen. „Die Karten werden damit neu gemischt. Auf der Landesliste hoffe ich auf einen Platz unter den ersten 20 aufzustellenden SPD-Politikern“, sagte Weber. Zum Wahlkreis Segeberg-West gehören Bad Bramstedt, Kaltenkirchen, Ellerau, Henstedt-Ulzburg, das Amt Kaltenkirchen-Land sowie Teile des Amtes Bad Bramstedt-Land und des Amtes Kisdorf.

 Gegen drei gravierende Fehlentwicklungen will Weber kämpfen: „ Die Gesellschaft ist sozial tief gespalten und sucht Orientierung. Auch der öffentliche Sektor wurde über die letzten Jahre stark geschwächt. Der anhaltende Sparkurs begrenzt staatliche Handlungsfähigkeit. Außerdem tobt ein Raubtierkapitalismus auf den Finanzmärkten, die offensichtlich keine echten Regeln kennen.“ Die SPD müsse Antworten auf diese Fehlentwicklungen geben und sich eng an den Interessen der Menschen orientieren. „Gemeinsam mit den Gewerkschaften müssen wir dafür sorgen, dass gute Arbeit auch belohnt wird. Wir brauchen strikte Regeln und eine deutlich höhere Besteuerung von Kapital und großen Erbschaften.“ Gerechtigkeit spiegelt sich nach Meinung des SPD-Kandidaten auch im Mindestlohn und beim Tariftreuegesetz wider.

 Der schleswig-holsteinische Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Reinhard Meyer (SPD), befürchtet einen schmutzigen Wahlkampf. „Das zeigen die Äußerungen der CDU, die von Abschiebe-TV oder einem Schweinfleisch-Erlass spricht“, sagte er in der Versammlung, „wir meinen, Schleswig-Holstein als ,echter Norden’ ist weltoffen und schafft die Integration der Flüchtlinge.“ Eine genaue Wahlprognose wollte sich Meyer nicht entlocken lassen: „Wir müssen noch besser unsere gute Politik darstellen. 30 Prozent plus X ist das Ziel der SPD für die Landtagswahl.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3