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Gelbe Lampen oder nicht?

Kaltenkirchen Gelbe Lampen oder nicht?

Die CDU hatte die Diskussion um die Zukunft der gelben Lampen in der Stadt losgetreten. Der ehemalige CDU-Fraktionschef Kurt Barkowsky rechnete wohl nicht damit, dass der Vorschlag seiner Partei, die Leuchten zugunsten modernerer Modelle zu demontieren, auf so wenig Gegenliebe stoßen würde.

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Vor dem Architekturbüro Feldsien in Kaltenkirchen steht noch eine gelbe Lampe der ersten Generation, die von Werner Feldsien entwickelt wurde. Sein Sohn Nils will sich aus der Diskussion um die Zukunft der Kaltenkirchener Stadtleuchten heraushalten. „Sollte die Stadt die alten demontieren, wäre es schön, wenn ich einige davon bekomme“, wünscht er sich.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Die CDU wollte mit einer „Beleuchtungsinitiative“ für das Stadtzentrum, für die Schulwege und für dunkle Ecken die Stadt sicherer machen. Aus diesem Grund sollten auch die veralteten und zum Teil defekten gelben Leuchten verschwinden und durch neue ersetzt werden, die nicht nur mehr Licht geben, sondern vor allem sparsamer mit Energie umgehen und somit günstiger im Betrieb sind. Die Demontage der gelben Lampen sei ein Baustein zu einer verbesserten Beleuchtung der Innenstadt, hatte Barkowsky gesagt.

 „Die gelben Lampen gehören zu Kaltenkirchen wie der schiefe Turm zu Pisa“, glaubt SPD-Fraktionschef Bernd Schädler. Er möchte jetzt von der Stadtverwaltung genau erläutert wissen, warum eine Umrüstung auf moderne Beleuchtungskörper technisch nicht machbar sei, was Bürgermeister Hanno Krause (CDU) immer wieder erklärt. Im Übrigen, so der SPD-Politiker, seien die Lampen leider immer „recht stiefmütterlich“ behandelt worden.

 Sollten die jetzigen Leuchten nicht mehr verwendbar sein, müssten die neuen in Form und Farbe den derzeitigen entsprechen, meint Schädler. „Sie sollen weiter ein Blickfang und auffällig sein.“ Sollten dadurch Mehrkosten im Vergleich zu anderen Leuchten entstehen, sollten sie aus Sicht der SPD trotzdem angeschafft werden. „Wenn es technisch möglich ist, möchten wir die alten aber behalten.“

 So sieht es auch die FDP. Bei einer Umfrage seiner Partei beim Stadtfest hätten sich innerhalb kurzer Zeit rund 200 Bürger für den Erhalt der derzeitigen Lampen ausgesprochen, sagte Fraktionschef Eberhard Bohn. Kritisiert wurde bei der Befragung die mangelhafte Pflege. „Wir werden einen Vorschlag einbringen, der sowohl die technischen als auch die finanziellen Fragen berücksichtigt“, so Bohn.

 „Die jetzigen nachzubauen, wäre eine Idee“, erklärt Pro-Kaki-Fraktionschef Reinhard Bundschuh, „doch technische Veränderungen sind notwendig.“ Wichtig sei, dass sie die Innenstadt schön herausbringen: Da sei die Farbe egal. Bundschuh sagt aber auch: „Wenn die Identität von Kaltenkirchen an gelben Lampen hängt, haben wir was falsch gemacht.“

 „Wir wollen endlich mehr Licht ins Dunkel bringen“, sagt CDU-Fraktionschef Hauke von Essen. Deshalb sei es ihm eigentlich gleich, wie sie aussehen. „Das ist doch gar nicht das Thema.“ Er versteht nicht, warum die anderen Parteien Geld im Nachtragshaushalt für die CDU-Beleuchtungsinitiative gestrichen hätten. Den Grund, eine solche Ausgabe an einen Umbau der Holstenstraße in der Innenstadt zu koppeln, könne er nicht nachvollziehen, erklärt von Essen.

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