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Jugendaustausch zum 25. Mal

Kaltenkirchen Jugendaustausch zum 25. Mal

Wie beliebt der Jugendaustausch zwischen Kaltenkirchen und der polnischen Partnerstadt Kalisz Pomorski mittlerweile ist, zeigte sich an der Warteliste, die es dieses Jahr gab. Jeweils 20 Kinder aus beiden Orten im Alter zwischen 11 und 14 Jahren verbringen 14 Tage gemeinsam - zum 25. Mal.

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Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause (vorne Mitte) und Günter Korn von der Heimatgruppe Kallies (von rechts) freuen sich sehr, dass es auch in diesem Jahr wieder eine deutsch-polnische Jugendbegungnung gibt, die auf deutscher Seite vor allem in den Händen von Andreas Keller und Christian Rüter liegt.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. „Wir konnten dieses Mal leider nicht alle Interessenten berücksichtigen“, sagt Andreas Keller, der auf deutscher Seite zusammen mit Christian Rüter die organisatorischen Fäden hauptsächlich in der Hand hält. Das 25. Treffen dieser Art nahm Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause bei der Begrüßung der Teilnehmer im Ratssaal zum Anlass für großen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer: „Ihr Einsatz macht diese Begegnungen für die Völkerverständigung erst möglich.“

 Bis Freitag wird in Kaltenkirchen Station gemacht. Einen ganzen Tag geht es in den Hansa.Park nach Sierksdorf und einen weiteren nach Ratzeburg. Am Freitag zieht der Tross nach Berlin weiter. In der Bundeshauptstadt wird in einem Jugendhotel in der Stadtmitte übernachtet. Unter anderem steht ein Besuch im Reichstag an. Am Sonntag geht es nach Polen, wo die jungen Leute eine Kanu-Tour machen werden und unter anderem die Stadt Stettin besuchen. Am Sonntag in einer Woche treten die deutschen Gäste wieder die Heimreise an.

 Keller erinnerte anlässlich des Jubiläums an die Anfänge dieses Jugendaustausches. Als 1992 zwei polnische Jugendgruppen zu Gast im Kreis Segeberg waren, hatte der damalige Bürgermeister Ingo Zobel die Idee, auch eine Begegnung junger Menschen zwischen Kaltenkirchen und der Partnerstadt Kalisz Pomorski auf die Beine zu stellen. Er fragte bei Andreas Keller an. „Ich war damals Vorsitzender des Stadtjugendringes und Ingo Zobel auch über das DRK verbunden“, erinnerte er sich. 1993 wurde Zobels Idee umgesetzt. Kurz darauf stieß auch Rüter dazu. „Und seitdem machen wir beide das, unterstützt durch ein engagiertes Helferteam auf unserer und der polnischen Seite,“ sagte Keller, „das macht einfach Spaß.“

 Offizieller Organisator in Kaltenkirchen ist der DLRG-Ortsverein. Finanzielle und organisatorische Hilfe leistet die Stadtverwaltung. Die Kaltenkirchener Teilnehmer müssen pro Person 250 Euro bezahlen. Dieser Betrag beinhaltet alle Fahrten und Unternehmungen sowie Essen und Übernachtungen. Geschlafen wird in Kaltenkirchen in der Lakwegschule, in Kalisz Pomorski ebenfalls in einer Schule.

 Die jungen Leute verständigen sich auf Deutsch und Englisch. Und die Kaltenkirchener lernen im Laufe ihrer gemeinsamen Zeit auch etwas Polnisch. Zudem stehen auch mehrere Dolmetscher zur Verfügung. Zum Beispiel Oliver und Kasia Schember. Sie sind ein Beleg, was im Laufe der Zeit aus einer Jugendbegegnung werden kann - eine Ehe mit einer gemeinsamen Tochter. Die Polin und der Deutsche leben heute zusammen in Bad Bramstedt und gehören immer noch gerne zum Betreuerteam. Dem gehörten sie auch an, als sie sich kennen und lieben lernten.

 Auch Günter Korn, Sprecher der Heimatgruppe Kallies, nahm an der Begrüßung Teil. Der Heimatgruppe gehören ehemalige Bewohner der bis Ende des 2. Weltkriegs deutschen Stadt an. Im Kaltenkirchener Rathaus hat die Heimatgruppe ein Erinnerungszimmer. Korn betonte, wie wichtig der Jugendaustausch für die Verständigung der Völker sei und lud die Mädchen und Jungen zur Besichtigung des Zimmers ein. Und er spendete ihnen 250 Euro. „Damit alle sich ein schönes Eis kaufen können.“ Für Keller eine „tolle Geste“, über die er sich sehr freute.

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Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

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