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Junger Einsatz für die Demokratie

Kaltenkirchen Junger Einsatz für die Demokratie

Rund vier Wochen vor der Wahl zur Jugendstadtvertretung haben sich 15 der 21 Kandidaten in Kaltenkirchen im Ratssaal vorgestellt und erklärt, wie sie die Stadt zukünftig mitgestalten wollen. Unterstützung bekamen sie von Bürgervorsteher Rüdiger Gohde und Bürgermeister Hanno Krause.

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Bürgermeister Hanno Krause (links) und Bürgervorsteher Rüdiger Gohde freuten sich über die Beiträge der 15 Kandidaten für die Jugendstadtvertretung.

Quelle: Lutz Timm

Kaltenkirchen. „Wir möchten eure Sichtweise hören und wissen, was ihr über bestimmte Themen denkt“, sagte Gohde zu den sieben jungen Frauen und acht jungen Männern. „Eure Meinung wird dann in die Entscheidungen der Stadtvertretung einfließen.“ Die künftige Jugendstadtvertretung sei daher ein „wichtiger Baustein für die Demokratie“, die sich der Unterstützung der Stadtvertretung und der Verwaltung sicher sein könne.

 In der Vorstellungsrunde – vor lediglich drei Zuschauern – schilderten die 15 Kandidaten, warum sie sich für die Interessen der Kinder und Jugendlichen stark machen möchten und welche Themen sie auf die Agenda bringen wollen. „Mit der Arbeit in der Jugendstadtvertretung möchte ich versuchen, das zu verändern, was den Jugendlichen in der Stadt nicht gefällt“, sagte etwa Philipp Prohl. Sollte er in das Gremium gewählt werden, will er sich etwa für eine legale Graffiti-Wand stark machen. Auch Amelie Ahrens möchte sich für vielfältige Freizeitaktivitäten in der Stadt einsetzen. „Außerdem möchte ich die Politik hautnah miterleben“, sagte die 18-Jährige.

 Neben der Freizeitgestaltung standen zudem Themen im Mittelpunkt, die auch in der Stadtvertretung immer wieder auf der Tagesordnung stehen, etwa der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) oder die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. „Die ist an vielen Ecken in der Stadt einfach zu dunkel“, betonte Pia Mattern. Der 15-jährige Jan-Alexander Mischuretz, der sich bereits bei der Kaltenkirchener Turnerschaft engagiert, plädierte für den Bau eines Parkour-Platzes. „Das ist der Wunsch einiger Jugendliche“, sagte er. Für „Treffpunkte für Jugendliche“ möchte sich Jeremy-Ian Geiß einsetzen und dabei auch die jungen Menschen aus den umliegenden Orten berücksichtigen. Thimo Hilmer plädierte dafür, junge Flüchtlinge mit einzubinden.

 Dilan Gören, die bereits Erfahrung in der Jugendvertretung gesammelt hat, möchte mit ihren Mitstreitern konkrete Projekte erarbeiten und umsetzen. Ihr Ziel sei es, die Wünsche der Kinder und Jugendlichen in Kaltenkirchen herauszufinden, erklärte die 19-Jährige. Wenn man deren Interessen kenne, habe man die Möglichkeit, sich in die „eigenen Projekte mit viel Spaß“ einzubringen.

 Bürgermeister Hanno Krause sagte den designierten Jugendstadtvertretern Unterstützung zu. „Wir haben hier kompetente Ingenieure und Planer, die euch bei der Projektentwicklung zur Verfügung stehen“, sagte der Verwaltungschef. Er betonte, dass das Gremium eine Interessenvertretung für alle Kinder und Jugendlichen in der Stadt sei und daher eine besondere Verantwortung trage. „Es ist eine ehrenamtliche Arbeit, die viel bewegen kann, wenn ihr sie ernst nehmt“, sagte Krause.

 Zum Ende der Vorstellungsrunde nutzte Jeremy-Ian Geiß die Möglichkeit für einen Appell: „Alle Jugendlichen sollten wählen gehen, wenn sie wollen, dass in Kaltenkirchen etwas passiert.“

 21 Bewerber, höchstens 18 Sitze – die Wahl der Jugendstadtvertretung am 15. Dezember verspricht spannend zu werden. 1432 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren sind dazu aufgerufen, über eine neue Interessenvertretung für die kommenden zwei Jahre abzustimmen. Gewählt werden können Kaltenkirchener zwischen 14 und 19 Jahren. Laut Satzung wird das Gremium, das 2008 ins Leben gerufen wurde, von der Stadt als „unabhängige, parteipolitisch neutrale und konfessionell ungebundene Interessenvertretung anerkannt und in ihrem Wirken unterstützt“.

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