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KT behält Tennisheim erstmal

Kaltenkirchen KT behält Tennisheim erstmal

Die Stadt Kaltenkirchen übernimmt vorerst nicht das ehemalige Tennisheim der Kaltenkirchener Turnerschaft. Die vertraglichen Voraussetzungen dafür wurden in der jüngsten Stadtvertretersitzung abgelehnt. Als Asylunterkunft wird das Gebäude ohnehin nicht mehr benötigt.

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Die Stadtvertretung lehnte es mit knapper Mehrheit ab, das Tennisheim an der Schirnauallee von der Kaltenkirchener Turnerschaft zu übernehmen.

Quelle: Alexander Christ

Kaltenkirchen. Damit hatte Bürgermeister Hanno Krause (CDU) bei der Stadtvertretersitzung überhaupt nicht gerechnet. Das Gremium lehnte im nichtöffentlichen Teil der Zusammenkunft mit 14 zu 13 Stimmen seinen Wunsch ab, den Erbbauvertrag mit der Kaltenkirchener Turnerschaft (KT) für das Tennisheim an der Schirnau vorzeitig aufzulösen und dem Sportverein dafür 138000 Euro Entschädigung zu bezahlen. Obwohl der Verwaltungschef bis zuletzt vehement für den bereits mit dem KT-Vorsitzenden Sebastian Bock ausgehandelten Vertrag gekämpft hatte, folgten ihm am Schluss auch große Teile der CDU-Fraktion nicht und ließen das Vorhaben scheitern.

 Krause hatte zuvor noch eine Mail an alle Stadtvertreter geschrieben, um für seinen Wunsch zu werben. „Wenn Sachargumente nicht akzeptiert werden, ist die Diskussion schon schwierig“, sagte der Verwaltungschef nach der Sitzung. Nach seinen Worten gab es schon Gespräche mit dem Kaltenkirchener Verein Fetihspor, der das Tennisheim gern nutzen würde.

 In dem Gebäude befindet sich zur Zeit noch ein Begegnungscafé für Flüchtlinge. Doch nachdem die angrenzende Tennishalle keine Asylbewerber mehr beherbergt und auch künftig wohl nicht mehr als provisorische Unterkunft für Flüchtlinge benötigt wird, werde vermutlich auch das Heim nicht mehr als Treffpunkt dienen, erklärte Krause. Und auch die KT benötige es nicht mehr, weil sich ihre Tennissparte inzwischen aufgelöst hat. Der Bürgermeister hält die 138000 Euro für das Gebäude für völlig in Ordnung. Ein Gutachten habe sogar einen höheren Preis ergeben, der sei jedoch reduziert worden, weil die Nutzungsmöglichkeiten in der Immobilie eingeschränkt seien. Trotzdem ist der Preis Teilen der CDU noch immer zu hoch. In der Fraktion war mal eine Betrag von 90000 Euro als Höchstgrenze genannt worden.

 Andere sehen überhaupt keinen Sinn darin, das Heim zu übernehmen. CDU-Fraktionschef Kurt Barkowsky, der in der Stadtvertretersitzung für die Übernahme plädiert hatte, kann die ablehnende Haltung aus seinen Reihen aber verstehen. Man könne zurzeit gar nicht sagen, wann das Heim, das die Stadt auf unbestimmte Zeit von der KT gemietet hat, einem neuen Nutzer übergeben werden könne. Zudem gebe es auch Überlegungen, an das ebenfalls an der Schirnau liegende Sportheim des FSC Kaltenkirchen anzubauen. Man sollte deshalb jetzt nichts übereilen und erst einmal ein Gesamtkonzept für den Sport im Schirnaugebiet erstellen, argumentierte Barkowsky. So sieht es auch die Wählergemeinschaft Pro Kaki, die ebenfalls gegen die Übernahme des KT-Heimes stimmte.

 Fetihspor-Vorsitzender Gökdurmus, dessen Verein 200 Fußballer in seinen Reihen hat, würde das Tennisheim gerne als eigene Vereinsunterkunft nutzen, denn bislang habe man lediglich einen Container dafür zur Verfügung. Das sei unbefriedigend.

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Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

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