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KT will Clubheim verkaufen

Kaltenkirchen KT will Clubheim verkaufen

Die Zukunft des vereinseigenen Tennis-Clubhauses an der Schirnauallee war eines der Themen der Jahreshauptversammlung der Kaltenkirchener Turnerschaft (KT), zu der nur rund 40 der knapp über 2100 Mitglieder erschienen waren. Das Gebäude, derzeit als Flüchtlingscafé genutzt, wird wohl an die Stadt verkauft. Außerdem zeichnete Vorsitzender Sebastian Bock langjährige Mitglieder aus, darunter auch den 87-jährige Wilhelm Sierk, der seit 70 Jahren in der KT ist.

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Für 70-jährige Mitgliedschaft in der KT wurde der 87-jährige Wilhelm Sierk (rechts) vom Vorsitzenden Sebastian Bock ausgezeichnet.

Quelle: Harald Becker

Kaltenkirchen. Vereinsvorsitzender Sebastian Bock bedauerte, dass sich die Tennisabteilung des Vereins aufgelöst hat. Es war die Folge daraus, dass die der Stadt gehörende Tennishalle zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert werden musste. Die verbliebenen Tennisspieler haben sich inzwischen anderen Vereinen angeschlossen. Nun ging es noch um das verbliebene Clubhaus, das dem Sportverein gehört und zur Zeit an die Stadt vermietet ist. Dort ist ein Flüchtlingstreffpunkt eingerichtet worden.

 Die KT möchte es der Stadt für 138000 Euro verkaufen, wofür der Vorstand von den Mitgliedern grünes Licht bekam. „Durch den Verkauf wären wir schuldenfrei“, betonte Bock.

 Bürgermeister Hanno Krause ist für den Kauf: „Die Entscheidung liegt aber bei der Stadtvertretung. Nach Signalen aus den Fraktionen sehe ich der Abstimmung darüber sehr positiv entgegen.“ Er kündigte an, dass Vereinshaus, Tennishalle und die Tennisplätze später einmal wieder für den Sport genutzt werden sollen: „Mit dem schleswig-holsteinischen Tennisverband führen wir deshalb schon jetzt entsprechende Gespräche.“

 Etwas Besonderes waren dieses Mal die Ehrungen. So wurde der 87-jährige Wilhelm Sierk für 70-jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Der Geehrte überraschte die Versammlung mit Spenden. Jeweils 1500 Euro gehen an die 1. Fußballherren und die Fußballjugend; die Fußballaltliga darf sich über 500 Euro freuen. „Die KT hat mir viel gegeben. Jetzt war es an der Zeit, auch einmal etwas zurückzugeben“, sagte Sierk unter dem starken Applaus der Anwesenden. Mit Klaus Stanelle, Günther Ebert, Manfred Stammer (alle 60 Jahre dabei), Winia Hildebrandt (50 Jahre) und Hans-Jürgen Bargiel (40 Jahre) wurden noch weitere treue Mitglieder ausgezeichnet.

 Hans-Ludwig Meyer, Präsident des schleswig-holsteinischen Fußballverbandes, überreichte Dirk Blödorn den Ehrenamtspreis des Deutschen Fußballverbandes (DFB). Der Kaltenkirchener, langjähriger Fußballer, Trainer und KT-Fußballobmann habe sich sehr um den Fußball-Sport verdient gemacht, sagte Meyer. „Unser demokratisches Gemeinwesen lebt von Personen wie Dirk Blödorn. Freiwillig Verantwortung zu übernehmen, ist lobens- und nachahmenswert“, erklärte der Verbandspräsident.

 Bürgermeister Krause ehrte mit kleinen Präsenten eine Vielzahl erfolgreicher Sportler der Kaltenkirchener Turnerschaft. Unter anderem zählten zu den Ausgezeichneten Achim Matthews (norddeutscher Meister im Karate), Yvonne Sievert-Möhle (3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Karate), Ina Molatta (Landesmeisterin im Tischtennis-Doppel, norddeutsche Meisterin im Einzelwettbewerb), Luca-Marie Kabel (Landesmeisterin bei den Mädchen im Tischtennis) und der Leichtathletin Pia Kock (3. bei der Deutschen Meisterschaften und norddeutsche Meisterin im Stabhochsprung).

 Bei den Wahlen wurde der stellvertretende Vorsitzende Wolf-Dieter Trautmann in seinem Amt bestätigt. „Allerdings werde ich im nächsten Jahr ausscheiden. Als Tennisspieler habe ich eine neue sportliche Heimat im Club an der Schirnau gefunden“, sagte Trautmann. Nachfolger der ausscheidenden Kassenwartin Molly Wiehl wurde Herbert Pietsch. Neue Beisitzer für die nicht mehr antretenden Claudia Eckardt-Löffler und Rolf Steenbock konnten nicht gefunden werden.

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