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Kein Straßenumbau im Lutherjahr

Kaltenkirchen Kein Straßenumbau im Lutherjahr

Das Naturstein- und Klinkerpflaster in der Kirchenstraße in Kaltenkirchen ist erheblich beschädigt und muss immer wieder notdürftig ausgebessert werden. Deshalb möchte die Stadtverwaltung die Sanierung in Auftrag geben. Dafür gibt es unter den Stadtvertretern derzeit aber keine Mehrheit.

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Das Pflaster in der Kirchenstraße muss immer wieder notdürftig ausgebessert werden.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Die Pläne aus dem Rathaus sehen vor, die Straßenreparatur in den Sommerferien 2017 anzugehen. Um den Zustand der darunterliegenden Kanalisation einschätzen zu können, soll sie zuvor mit einer Kamera befahren werden. Erst danach kann gesagt werden, inwieweit sie zu modernisieren ist. Auch was an der Fahrbahn getan werden soll, ist noch unklar. Angedacht ist ein teilweiser oder vollflächiger Umbau der Straße. Dadurch soll unter anderem die Situation für die Radfahrer verbessert werden.

 Allein die Planungskosten für das Vorhaben könnten sich auf 50000 Euro belaufen. Diese Summe will die Verwaltung in den Haushalt für 2017 einstellen. Doch das wollten die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses in ihrer jüngsten Sitzung nicht mittragen. Sie waren sich zwar darin einig, dass die Modernisierung der Straße erfolgen soll – aber nicht unbedingt schon im Jahr 2017. „Wir haben im nächsten Jahr wichtigere Arbeiten zu erledigen“, sagte Georg Loger von der SPD. Die Kirchenstraße sei nicht für den Durchgangsverkehr gedacht und könne daher noch warten. Auch der Ausschussvorsitzende Thies Rickert (Pro Kaki) meinte: „Wir haben noch Zeit.“ Reinhard Bundschuh, ebenfalls von der Wählergemeinschaft Pro Kaki, wies zudem darauf hin, dass im nächsten Jahr das 500-jährige Jubiläum der Reformation gefeiert werde. „Im Lutherjahr kann man vor der Kirche nicht die Straße aufreißen“, sagte er.

 Auf Antrag von Eberhard Bohn (FDP) einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, zunächst die Kanalbefahrung zuzulassen und deren Ergebnis abzuwarten. Erst danach seien bei Bedarf weitere finanzielle Mittel freizugeben.

 Kurt Barkowsky von der CDU stellte in der Diskussion klar, dass im Falle einer Sanierung das historische Kopfsteinpflaster der Kirchenstraße erhalten bleiben solle. Dafür gab es viel Zustimmung.

 Sollte die Straße erneuert werden, würde die Stadt Anliegerbeiträge erheben. Davon wäre in erster Linie die Kirchengemeinde betroffen. Daher soll mit ihr sowie mit den weiteren Anwohnern rechtzeitig das Gespräch gesucht werden.

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