25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Keine Sperrung zur Marktzeit

Kaltenkirchen Keine Sperrung zur Marktzeit

Eine Sperrung eines Teils der Holstenstraße in Kaltenkirchen zur Wochenmarktzeit sonnabends von 6 bis 14 Uhr wird es vorerst nicht geben. Der zuständige Ausschuss der Stadtvertretung hatte das zwar beschlossen, doch die Stadtverwaltung wird es aus rechtlichen Gründen nicht umsetzen.

Voriger Artikel
Hochdruckbrücke trifft Orgelfuge
Nächster Artikel
DRK zieht sich zurück

Da es für die Fläche vor dem Rathaus noch keine Buchungen für Stände gibt, darf die Holstenstraße zur Wochenmarktzeit am Sonnabend nicht gesperrt werden.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. So einfach wie SPD, Wählergemeinschaft Pro Kaki und FDP sich die Schließung während der Wochenmarktzeit vorstellen, geht es nicht. Bürgermeister Hanno Krause (CDU) wird nach eingehender Überprüfung der von den drei Fraktionen im Bau- und Umweltausschuss gefassten Entscheidung nicht folgen. „Unsere Auffassung wurde durch die Fachaufsicht der unteren Straßenverkehrsbehörde, den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, geprüft und bestätigt“, erklärte Krause.

 Der Ausschuss hatte Ende Juli den Beschluss gefasst, die Holstenstraße sonnabends für den Wochenmarkt vom Geschäft Schlüter & Studt bis zur Einmündung der Straße Am Rathausgarten für den Durchgangsverkehr zu sperren. Umsetzen muss die Sperrung bei Kommunen mit mehr als 20000 Einwohner laut Straßenverkehrsrechtszuständigkeitsverordnung (heißt tatsächlich so) die Stadtverwaltung als örtliche Ordnungsbehörde. Vorgeschaltet ist eine rechtliche Überprüfung.

 Der Ausschussbeschluss werde demnach nur als Anregung aufgefasst, so der Bürgermeister. Bevor die Straße für den Wochenmarkt gesperrt werden darf, müsste erst einmal die für die Erweiterung des Wochenmarktes bereits vorhandene Fläche vor dem Rathaus genutzt werden. Erst wenn sie für Standplatzmieter nicht mehr ausreiche und deshalb Stände teilweise auf der Fahrbahn aufgestellt werden müssten, sei eine Straßensperrung im Sinne der Straßenverkehrsordnung zwingend notwendig, führte Krause aus, „aber selbst bei einer Sperrung und Ständen auf der Fahrbahn muss unbedingt eine Rettungsgasse von drei Meter Breite bestehen bleiben.“

 Dem Vorstoß von SPD, Pro Kaki und FDP lag der Wunsch zugrunde, mit einer größeren Fläche den Wochenmarkt und damit auch die Innenstadt attraktiver zu machen. Dieses Ziel verfolgt nach den Worten des Bürgermeisters auch die Stadtverwaltung seit langem. Eine Verbesserung sei schon durch die Einbeziehung der Fläche vor dem Optikergeschäft Lescow erreicht worden. „Sobald jetzt noch viele weitere Anbieter hinzukommen, könnte eine Sperrung jederzeit angeordnet werden“, stellte Krause klar. Nur eben jetzt noch nicht.

 Vor einigen Jahren war im Rahmen von verkaufsoffenen Sonntagen in der Innenstadt einige Male dem Veranstalter die Sperrung der Straße Am Markt zwischen Schützenstraße und Holstenstraße genehmigt worden. Bei der Veranstaltung wurde die Fahrbahn dann aber nicht als Verkaufsfläche benutzt. „Das führte zu einem großen Unmut bei den Anliegern“, blickte Hanno Krause zurück. Der Ärger äußerte sich unter anderem darin, dass Absperrungen entfernt wurden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3