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Kindergarten Nr. 10 im Bau

Kaltenkirchen Kindergarten Nr. 10 im Bau

Neun Kindertagesstätten mit 900 Plätzen, davon 200 in Krippen, gibt es bereits in Kaltenkirchen mit seinen knapp 21000 Einwohnern. Für die zehnte Einrichtung dieser Art wurde jetzt an der Ecke Wiesendamm/Ingo-Zobel-Ring Richtfest gefeiert.

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Zimmermeister Christian Tesdorff aus Nützen (Mitte) hielt beim Richtfest für die neue Kita im Wiesenpark einen zünftigen Richtspruch.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. „Ein besonderes Augenmerk muss beim Wachstum einer Stadt auch immer darauf gelegt werden, dass für den Nachwuchs etwas getan wird“, sagte Bürgermeister Hanno Krause, „und im Kita-Bereich sind wir sehr, sehr gut aufgestellt.“

 Der Kindergarten, für den der Oersdorfer Architekt Karsten Wulf die Pläne erstellt hatte, liegt im neuen Wohnbaugebiet Wiesenpark, in der Nähe des Radensweges. Der Immobilienabteilung der Kaltenkirchener Bank ist es innerhalb kurzer Zeit gelungen, die dort ausgewiesenen rund 120 Baugrundstücke zu veräußern. „Wir hatten zuerst geplant, die Vermarktung in mehreren Abschnitten durchzuführen“, sagte Bank-Vorstand Johann Fuhlendorf: „Doch die Nachfrage nach Grund und Boden dort war einfach enorm.“

 Dort entstehen knapp 160 Wohneinheiten; damit wurde auch der Bau einer neuen Kindertageseinrichtung mit Krippen- und Elementargruppen notwendig. Denn der Rechtsanspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr bis zum Schuleintritt muss sichergestellt sein. Im neuen Wiesenpark-Kindergarten können zwei Elementargruppen mit je 22 Jungen und Mädchen im Alter zwischen drei und sechs Jahren sowie vier Krippengruppen mit je 10 Kindern im Alter zwischen ein und drei Jahren untergebracht werden. Die Baukosten liegen bei gut 3 Millionen Euro. Die braucht aber nicht die Stadt Kaltenkirchen zu investieren, worüber Bürgermeister Krause angesichts der angespannten Haushaltslage der Kommune außerordentlich froh ist. Den Bau übernimmt die im Mai 2015 gegründete Bürgergenossenschaft Kaltenkirchen, die 77 Mitglieder zählt. Das eingezahlte Kapital reicht noch nicht aus, sodass die Kaltenkirchener Bank als Kreditgeber einspringt.

 Die Bürgergenossenschaft wird die Kita nicht selbst betreiben. Sie hat das Gebäude an die Kaltenkirchener Lebenshilfe verpachtet, die als Träger fungiert. Die wiederum hat mit der Stadt eine Rahmenvereinbarung für die Betriebsführung geschlossen, die vor allem die Bezuschussung durch die Kommune beinhaltet.

 Den neuen Kindergarten, der am 1. September ihren Betrieb aufnehmen soll, leitet Solvig Bleeck. Die 47-jährige Henstedt-Ulzburgerin war in gleicher Funktion bislang in Nützen tätig. Sie habe jetzt aber eine neue Herausforderung gesucht und freue sich auf die neue Aufgabe, sagt sie. Solvig Bleeck wird am 1. Juli bei der Lebenshilfe anfangen.

 Mit dem Bau am Wiesenpark ist mit dem Zuwachs an Kindertagesstätten in der Stadt nicht Schluss. Zwei weitere sind nach den Worten von Bürgermeister Krause in Planung. Eine Kita entsteht im nächsten Jahr in der ehemaligen Erich-Kästner-Schule an der Hamburger Straße, die andere 2018 auf dem ehemaligen Krankenhausgelände an der Alvesloher Straße. Dann werden in Kaltenkirchen rund 1150 Kindergartenplätze zur Verfügung stehen.

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