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Künftig zwei Wochenmarkttage

Kaltenkirchen Künftig zwei Wochenmarkttage

Die Stadtverwaltung will den Wochenmarkt in Kaltenkicrhen attraktiver machen. Sie schlägt unter anderem vor, einen zweiten Verkaufstag anzubieten, die Öffnungszeiten um eine Stunde zu verlängern, mehr Marktbeschicker zu gewinnen und die Werbung zu verstärken.

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Auf dem Kaltenkirchener Wochenmarkt gegenüber dem Rathaus soll sonnabends künftig eine Stunde länger eingekauft werden können.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Im September beschloss die Stadtvertretung, dass die Verwaltung bis zur Novembersitzung ein Konzept vorlegen soll, um dem Wochenmarkt mehr Attraktivität zu verleihen. Das zehnseitige Konzept, das der Segeberger Zeitung vorliegt, wurde bereits vom Hauptausschuss durchgewunken und der Stadtvertretung empfohlen, die darüber am Dienstag, 22. November, ab 19 Uhr im Ratssaal entscheidet. Bürgermeister Hanno Krause wirbt um Zustimmung, denn für ihn ist ein funktionierender Wochenmarkt eine Attraktivitätssteigerung für die Innenstadt und die Geschäfte dort.

 Zur Zeit findet der Wochenmarkt sonnabends von 7 bis 13 Uhr am grünen Markt, gegenüber des Rathauses, statt. Allerdings bauen viele Händler bereits ab kurz nach 12 Uhr so langsam ab. Jetzt schlägt die mit dem Thema befasste Arbeitsgruppe, zu der auch Stadtvertreter gehören, eine Verlängerung bis 14 Uhr vor. „Das Thema ist jedoch sensibel zu handhaben“, heißt es in der Expertise, denn viele Händler haben Sorge, dass eine verlängerte Öffnungszeit nicht kostendeckend sei.

 Dagegen wünschten sich viele von ihnen einen zweiten Markttag; der soll dann künftig immer mittwochs von 12 bis 18 Uhr auf dem Holstenplatz am Bahnhof abgehalten werden. „Das macht den Markt zudem für neue Angebote wie Imbissbuden interessant“, heißt es im Konzept weiter. Und Marktmeister UWE Salow habe seine Bereitschaft signalisiert, auch diesen Markt zu betreuen.

 Auf dem aktuellen Sonnabendmarkt haben derzeit 13 Händler ständig gebucht und das Kaffeemobil eine „regelmäßig wiederkehrende Tageszulassung“. 13 Wochen im Jahr gibt es einen Saisonstand für Spargel oder Erdbeeren. Das Angebot reicht von Obst und Gemüse über Eier, Fisch, Geflügel, Brot, Wurst und Käse bis zu Blumen und Tierfutter. Auch nach dem neuen Konzept soll es aber auch keinen Verkauf von Textilien geben. „Solch fliegende Händler passen nicht auf unseren Markt“, meint auch der Bürgermeister. Er wünscht sich aber noch ein breiteres Angebot an Lebensmitteln. Einige Produkte könnten auch ruhig mehrfach angeboten werden. „Konkurrenz belebt das Geschäft, schafft Abwechslung und zieht auch bestimmt mehr Kunden.“ Außerdem sollen durch Sonderaktionen zusätzliche Kunden angelockt werden.

 Deshalb soll auch verstärkt nach neuen Anbietern Ausschau gehalten werden. So soll der Marktmeister zum Beispiel andere Märkte der Region besuchen und dort auch Standbetreiber ansprechen. Die Stadtverwaltung wird zudem Markthändler anschreiben, deren Sortiment noch nicht in Kaltenkirchen vertreten ist, um diese Brachen zu gewinnen. Außerdem sollen Anzeigen geschaltet und auch die Facebook-Plattform für die Aquiese genutzt werden. Zudem soll auch auf der Homepage der Stadt mehr für den Wochenmarkt geworben werden. Und Anfang des Jahres sollen bei einer Befragung kunden ihre Meinung sagen können.

 Aus rechtlichen Gründen ist der Wunsch vom Tisch, die Holstenstraße sonnabends zur Wochenmarktzeit zu schließen.

 Mit dem Mittwochsmarkt könnte im Frühjahr 2017 begonnen werden, davor müsste noch eine Änderung der städtischen Satzung durch die Stadtvertretung erfolgen.

 „Ich bin sehr optimistisch, dass unser neues Konzept ein Erfolg wird“, gibt sich Krause zuversichtlich.

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