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Lästige Trinkgelage

Kaltenkirchen Lästige Trinkgelage

Der Holstenplatz am Kaltenkirchener Bahnhof entwickelt sich immer mehr zur Problemzone. Geschäftsleute und Mieter von angrenzenden Wohnungen sind bestürzt über Trinkgelage und extreme Verunreinigungen. Zudem fühlen sich Fußgänger abends nicht mehr sicher, weil sie angepöbelt werden.

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Nicht immer geht es auf dem Holstenplatz am Bahnhof so ruhig zu: Das Gelände bereitet der Stadt an warmen Tagen und abends Sorgen. Dann wird Alkohol konsumiert und laute Musik gehört.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Bürgermeister Hanno Krause sind die Ärgernisse bekannt, und er hat auch schon reagiert: „Wir werden das Fehlverhalten von einzelnen Personen nicht dulden. Wir arbeiten mit der Polizei und einem Sicherheitsunternehmen eng zusammen.“

 Im Sommer und an schönen Tagen in den vergangenen Wochen nahm der Ärger auf dem Platz, auf dem einige Bänke und Spielgeräte für Kinder stehen, deutlich zu. Gruppen von zum Teil recht jungen Menschen zeigten starken Alkoholkonsum, mitgeführte Musikanlagen wurden lautstark aufgedreht, es wurde herumgegrölt und .an die Fenster der angrenzenden Bäckerei Andresen gepinkelt. Auch Rüdiger Wöbcke, Betreiber des Burger-King-Restaurants im alten Bahnhofsgebäudes, berichtet von unschönen Vorfällen. So verrichteten einige sogar ihr „großes Geschäft“ vor seiner Eingangstür. „Und meine Mitarbeiter mussten die Exkremente dann entfernen. Solche Sachen dürfen hier nicht sein.“

 Das sieht auch Krause so, der allen Anliegern inzwischen einen Brief geschrieben hat, in dem er die Belästigungen bedauert. Er suche nach geeigneten und rechtlich machbaren Lösungen, teilte er mit. Als erste Maßnahmen werden Mitarbeiter des Ordnungsamtes täglich am Vor- und am Nachmittag zu unterschiedlichen Zeiten den Holstenplatz besuchen und die Störer auf ihr Fehlverhalten ansprechen. Gegebenenfalls werden Bußgelder erhoben und Platzverweise ausgesprochen. Im Notfall wird die Polizei eingeschaltet. Zudem hat die Stadt ein Sicherheitsunternehmen beauftragt, täglich abends den Holstenplatz zu überwachen. Auch er soll Störer ansprechen und gegebenenfalls die Polizei informieren. Darum bittet auch der Bürgermeister Zeugen, wenn zum Beispiel Verunreinigungen beobachtet oder Passanten beschimpft werden: „Denn weder die Stadt als Ordnungsbehörde noch die Polizei können durchgängig auf dem Platz sein.“

 Die Probleme auf dem Holstenplatz waren Thema während der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend. In der Bürgerfragestunde bemängelte Nic Pohlmann die schlechte abendliche Beleuchtung. Vernünftige Lampen würden das „lichtscheue Gesindel vertreiben“, sagte er und berichtete, dass auch er Opfer von Pöbeleien gewesen und froh sei, dass ihm Leute zur Hilfe gekommen seien. Als nicht hilfreich empfindet er, dass die AKN auf dem Platz einen freien WLAN-Zugang geschaffen hat. Das führe zu einer Konzentration von Gruppen auf dem Areal.

 Krause versprach, dass die Stadtverwaltung sich die Beleuchtung am Holstenplatz anschauen und gegebenfalls für Abhilfe sorgen werde.

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