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Lampen sind weiter Thema

Kaltenkirchen Lampen sind weiter Thema

Die Diskussion um die Zukunft der gelben Lampen in Kaltenkirchen reißt nicht ab. Der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft Pro Kaki, Reinhard Bundschuh, wirft der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Hanno Krause vor, dem Landesrechnungshof (LRH) falsche Angaben geliefert zu haben. Krause widerspricht.

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Die Diskussion um die gelben Lampen in der Kaltenkirchener Innenstadt will nicht enden.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Damit sei der LRH-Prüfbericht zur Beleuchtung nicht richtig ausgefallen und habe deshalb zum Beispiel unnötige Recherchen von Pro Kaki nach sich gezogen. „Mit richtigen Angaben hätten wir uns viel Zeit ersparen können“, so Bundschuh. Diesen Ausführungen widerspricht der Bürgermeister vehement. „Es sind keine falschen Angaben gemacht worden. Wenn Herr Bundschuh mit der Verwaltung gesprochen hätte, hätten wir ihm alle Zusammenhänge erklären können“, erwidert der Bürgermeister: „Wir können doch nichts dafür, dass er diesen Weg nicht gewählt und selbst Untersuchungen zu den Lampen initiiert hat.“

 Die charakteristischen 257 gelben Lampen in der Innenstadt sind weit über 20 Jahr alt, technisch veraltet und zum Teil auch baulich ziemlich marode. Und sie brauchen zu viel Energie. Das wurde auch vom Landesrechnungshof bemängelt. Er empfahl, die Straßenleuchten von Quecksilberdampf auf LED umzurüsten. Aus dem Rathaus hieß es dazu, dass eine Sanierung aus wirtschaftlichen Gründen nicht und technisch nur schwer möglich sei. Bundschuh hatte nun Fachleute zu Rate gezogen, die errechnet hatten, dass eine Umrüstung auf LED möglich und sich schon nach 18 Monaten amortisieren würde. Deshalb hatte er den Antrag auf Umrüstung zur jüngsten Bau- und Umweltausschusssitzung gestellt, ihn dort aber plötzlich zurückgezogen.

 Grund dafür war, dass die Lampen schon umgerüstet wurden. 2009 erhielten die sogenannten Quecksilber-Dampflampen, die mit Quecksilber-Leuchtmitteln bestückt waren, bereits energiesparende Birnen. Das war geschehen, weil die Stadtvertretung damals entschieden hatte, die alten Lampen unbedingt behalten zu wollen. 2011 wurde der Politik von der Firma Pohl sogar ein 35-seitiges Straßenbeleuchtungs-Sanierungskonzept vorgelegt, das auch die gelben Lampen umfasste. Von deren weiterer Umrüstung wurde aber aus Kostengründen abgesehen.

 Das alles hätte Bundschuh nach den Worten des Bürgermeisters wissen müssen, denn der war damals schon Stadtvertreter und Mitglied des Bau- und Umweltausschusses, er aber noch nicht Bürgermeister. Er wundert sich auch, dass einige Stadtvertreter partout nicht wahrhaben wollen, dass der größte Teil der gelben Lampen völlig marode und eine Sanierung, wenn sie überhaupt möglich ist, wirtschaftlich keinen Sinn mache.

 Krause ging dann auch noch einmal auf den Landesrechnungshof ein, demgegenüber keine falschen Angaben gemacht worden seien. Offenbar seien die schwierigen Lampen- und Leuchtmittelbezeichnungen verwirrend gewesen. Dem Bürgermeister ist jetzt daran gelegen, noch einmal genau den Ist-Zustand der gelben Lampen dokumentieren zu lassen. Deshalb hat er sie technisch untersuchen lassen. Daraus wird deutlich, das eine Umrüstung auf LED, sofern dafür eine technische Lösung gefunden würde, in Bezug auf den Gesamtzustand nicht sinnvoll sei. Ferner wurde von Krause der TÜV beauftragt, die Leuchtkörper zum Beispiel auf ihre Standfestigkeit zu untersuchen.

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Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

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