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Lotsen im Papierkram

Kaltenkirchen Lotsen im Papierkram

Behördengänge und Antragsformulare sind für viele Bürger ein Graus. Wer gar nicht mehr weiter weiß, kann sich von den freiwilligen Ämterlotsen helfen lassen. Doch auch sie sind gelegentlich auf Hilfe angewiesen, denn ihre Arbeit muss über Spenden finanziert werden - wie jetzt von der Sparkasse Südholstein.

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Jan Köber (von links) von der Sparkasse Südholstein überreichte eine Spende an den Ämterlotsen Malte Kreutzfeldt, Sibylle Schwenk von der Diakonie Altholstein und Ämterlotsen Stefan Kott.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Offiziell übergeben wurden die neuen Arbeitsgeräte - ein Laptop und ein Drucker - von Sparkassenmitarbeiter Jan Köber, der in seinem Unternehmen für den Bereich „gesellschaftliches Engagement“ zuständig ist. Er besuchte die Ämterlotsen im Haus der sozialen Beratung. Weitere Standorte gibt es in Bad Bramstedt und Henstedt-Ulzburg. Das Team besteht zurzeit aus 13 Helfern. Es hat im vergangenen Jahr insgesamt 463 Anfragen bearbeitet.

 Die Ehrenamtler helfen beim Ausfüllen von Anträgen, finden die richtigen Ansprechpartner in Behörden und begleiten ihre Klienten bei Bedarf bei wichtigen Terminen. „Viele Menschen fühlen sich hilflos und überfordert, wenn ein Antrag beim Amt gestellt werden muss. Nicht selten verzichten sie sogar auf ihnen zustehende Leistungen, weil es so schwierig ist, die Anträge richtig auszufüllen“, weiß Ämterlotse Stefan Kott. Er war früher in einer Verwaltung tätig und ist mittlerweile im Ruhestand. Sein im Berufsleben erworbenes Wissen möchte er nun weitergeben. Sein Lotsenkollege Malte Kreutzfeld kam aus anderen Motiven ins Team: Er musste vor einer Weile selbst die Hilfe der Ämterlotsen in Anspruch nehmen. Am Ende begeisterte er sich so sehr für deren Arbeit, dass er eine Schulung besuchte und sich zum Teammitglied fortbilden ließ. Seit mittlerweile einem Jahr verstärkt er die Gruppe.

 Der Erstkontakt mit Klienten erfolgt in der Regel donnerstags in der Sprechstunde. Danach können individuelle Termine vereinbart werden. Im Notfall kommen die Ämterlotsen auch zu Hausbesuchen. Die Fahrtkosten bekommen sie erstattet. Auch dieses Geld muss über Spenden aufgebracht werden, ebenso wie die Mietkosten. Organisatorisch sind die Lotsen der Schuldnerberatung angeschlossen.

 Die Sparkasse Südholstein ließ sich von dem Projekt sofort überzeugen. „Es ist eine wichtige Hilfe für ganz viele Bürger. Daher fanden wir es notwendig, die Ämterlotsen finanziell zu unterstützen“, sagte Jan Köber.

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