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Mehr Licht, mehr WLAN

Kaltenkirchen Mehr Licht, mehr WLAN

Um den Weg zur Flüchtlingsunterkunft in der Tennishalle an der Schirnauallee sicherer zu machen, soll der Fußweg von der Barmstedter Straße zur Halle künftig durch Lampen erhellt werden. Noch nicht entschieden ist die Frage, ob und wie den Asylbewerbern ein WLAN-Zugang verschafft wird.

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Der Gehweg an der Schirnaualle, von der Barmstedter Straße (hinten) bis zur Einfahrt der zur Flüchtlinsunterkunft umfunktionierten ehemaligen Tennishalle (rechts) wird aus Sicherheitsgründen in Kürze beleuchtet.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Bürgervorsteher Rüdiger Gohde (CDU) hatte es nur gut gemeint, als er bei der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend dazu aufrief, den Flüchtlingen in den Unterkünften in der Stadt doch freies WLAN und damit einen Internetzugriff zu ermöglichen. Damit hätten die vor dem Krieg aus ihrer Heimat geflohenen Menschen wenigstens die Möglichkeit, mit ihren zurückgebliebenen Angehörigen zu kommunizieren. Sofort wurde er von Katharina Loedige (FDP) angegangen: „An wen richtet sich der Aufruf? An alle Bürger der Stadt, an die Stadtvertretung?“ Oder sei das als Antrag zu verstehen? „Sie sollten schon erklären, was passieren soll.“

 Gohde antwortete, dass er nur für das Thema sensibilisieren wolle. Er habe auch schon die Stadtverwaltung darüber informiert, aber dort sei das offenbar versandet. Dem widersprach Bürgermeister Hanno Krause (CDU). Davon könne keine Rede sein. Die Verwaltung beschäftige sich seit Wochen damit, wie eine vernünftige Lösung aussehen könnte. Eines stellte er aber schon klar: „Wir werden nicht kilometerlange Leitungen verlegen, um etwa in jeden Container einen Anschluss für Internet zu installieren. Das wird nicht passieren.“

 Alles läuft zur Zeit auf einen zentralen Punkt hin, wo kostenfreies WLAN für alle möglich ist. Pro-Kaki-Fraktionschef Reinhard Bundschuh bringt als Standort den Kamper Stieg ins Gespräch, wo derzeit eine neue Unterkunft für Asylbewerber entsteht. Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Kurt Barkowsky ist dagegen auch das Häuschen im Freizeitpark, wo es sanitäre Einrichtungen und Aufenthaltsräume gibt, ein überlegenswerter Standort. Da sei WLAN kostengünstig zu installieren. Zudem sei das Haus nicht weit vom Containerdorf entfernt. Auch für SPD-Fraktionschef Bernd Schädler ist ein zentraler Punkt als Verbindungsstelle die wohl richtige Lösung.

 Freies WLAN für Flüchtlinge müsse nicht sein, meinte dagegen CDU-Stadtvertreter Dieter Bracke: „Ich bin dagegen.“ Auch in Kaltenkirchen gebe es genügend Menschen, die sich einen Internetzugang nicht leisten könnten. Denen würde das auch nicht ermöglicht. Im übrigen würden die Asylbewerber doch auch so mit ihren Familien kommunizieren: „Wir sehen die Flüchtlinge doch fast immer mit einem Handy am Ohr.“

 Wie die Lösung aussehen könne, soll in der nächsten Sitzung des Sozial- und Gleichstellungsausschusses besprochen werden. FDP-Fraktionschef Eberhard Bohn hatte den Antrag gestellt, das Thema dort ausführlich zu behandeln. Dann lägen auch mehr Fakten vor.

 Anders geregelt als bisher vorgesehen wird die Anschaffung von Containern für Flüchtlinge. Die Stadt wollte ursprünglich nur mieten. Aber trotz Vertrages konnte die Firma bereits die erste Charge von 40, die bis Ende März kommen sollten, nicht komplett liefern. Deshalb habe man sich von dem Unternehmen getrennt und sich umgehört, erklärte Bürgermeister Krause den Stadtvertretern. Dabei seien zum Teil abenteuerliche Preise aufgerufen worden. „So wollte ein Anbieter 1400 Euro Miete im Monat für einen 18 Quadratmeter großen Container haben. Da machen wir aber nicht mit.“ Deshalb beschloss die Stadtvertretung, jetzt lieber diese Unterkünfte zu kaufen. Für den Erwerb von 60 Stück wurden 720000 Euro zur Verfügung gestellt.

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