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Mehr Platz für kleinere Betriebe

Kaltenkirchen Mehr Platz für kleinere Betriebe

Vor gut einer Woche hatte der Bau- und Umweltausschuss noch die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes für Kleinbetriebe abgelehnt. Doch bei der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend kam es zum Stimmungsumschwung.

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Diese grüne Fläche zwischen Grundschule Flottkamp und der Grashofstraße soll ein Gewerbegebiet für Kleinbetriebe werden. Im Hintergrund das Hochhaus „Großer Karl“ im Flottmoorring.

Quelle: Ulrike Bundschuh

Kaltenkirchen. Mit großer Mehrheit wurde der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan verabschiedet. Die Initiative dafür war von Bürgermeister Hanno Krause (CDU) ausgegangen. Zwar habe die Stadt noch Flächen im gerade neu entwickelten Gewerbegebiet an der Grashofstraße, doch die seien für Großunternehmen vorgesehen und bereits rege nachgefragt. Was fehle, so der Verwaltungschef, seien Grund und Boden für kleine Gewerbetreibende. Das Interesse sei ebenfalls groß.

 Die Stadt besitzt zwischen Grashofstraße und der Grundschule Flottkamp knapp neun Hektar Land, die bislang eine andere Zweckbestimmung hatten. Davon sollen nun fünf Hektar für Betriebe erschlossen werden, so dass noch zwei Hektar für Gemeinbedarfszwecke verbleiben, während der Rest für Straße und Parkplätze benötigt wird.

 Die CDU war von Anfang an für die Ausweisung neuer Gewerbeflächen, die FDP dagegen. Doch jetzt schwenkten die Liberalen um. Die vom Bürgermeister dokumentierte Nachfrage nach Firmenflächen zwischen 2000 und 3000 Quadratmetern hätten seine Fraktion überzeugt, dem neuen Gewerbegebiet zuzustimmen, sagte FDP-Fraktionschef Eberhard Bohn. Er bekräftigte aber, dass die Einrichtung der Gewerbeflächen, für die die Stadt erst einmal in Vorkasse gehen muss, nicht zu Lasten der Entwicklung in der Innenstadt gehen dürfe, womit er vor allem die Umgestaltung der Holstenstraße meinte.

 Das ist ein Punkt, der auch der Wählergemeinschaft Pro Kaki stark am Herzen liegt. Deshalb knüpften sie ihre Zustimmung an eine Notiz, die dem Protokoll der Sitzung beigefügt werden soll. Darin heißt es, dass im Haushalt für das kommende Jahr „ausreichende Mittel für die Umsetzung weiterer Planungen in der Innenstadt bereitgestellt werden“. Es habe viele offene Fragen zum neuen Gewerbegebiet gegeben, hatte Pro-Kaki-Fraktionschef Reinhard Bundschuh als Gründe für die vorherige Ablehnung im Bau- und Umweltausschuss angegeben. Die habe Bürgermeister Krause klären können, dem Bundschuh ausdrücklich Lob zollte. Er habe in die Gewerbeansiedlung Schwung gebracht - den auch Pro Kaki mitnehmen wolle. Aber eine zukunftsweisende Gestaltung der Innenstadt sei ebenfalls sehr wichtig.

 Die SPD begrüßte - bis auf Stanek - das neue Gewerbegebiet ebenfalls. Doch ihr Fraktionsvorsitzender Bernd Schädler kritisierte die von Bundschuh ins Spiel gebrachte Verknüpfung mit der Innenstadt. Solche „Kopplungsgeschäfte“ seien abzulehnen, sagte er. Das sei „unseriös“. Im Laufe der Debatte nahm er dieses Wort dann mit Bedauern zurück.

 Nicht mit dem neuen Gewerbegebiet anfreunden kann sich hingegen der Linke Blechschmidt. Er beklagte zum einen eine zu große Versiegelung der Landschaft. Zum anderen sei noch genug Gewerbeland vorhanden. Die jetzt neu überplante Fläche sei zudem zum Teil für eine Vergrößerung der Flottkampschule vorgesehen gewesen. Und die könnte wegen der vielen zu erwartenden Flüchtlingskinder durchaus nötig sein. Zudem werde weiterhin bezahlbarer Wohnraum benötigt, der dort geschaffen werden könnte. Die Prioritätensetzung in der Stadt stimme einfach nicht, beklagte der Linke.

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