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Messe Kagem fällt 2017 aus

Kaltenkirchen Messe Kagem fällt 2017 aus

Zum zehnten Mal sollte im nächsten Jahr die Kaltenkirchener Gewerbemesse Kagem stattfinden. Doch dazu wird es nicht kommen. Eher beiläufig erfuhren die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung des Kaltenkirchener Rings, der die Messe ausrichtete, vom vorläufigen Ende der Gewerbeschau.

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Auch Segeberger Zeitung und nord express waren bei der Kagem 2015 in Kaltenkirchen vertreten. Bürgermeister Hanno Krause besuchte den Stand.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Carsten Ulrich Völker, im Vorstand des Rings - der Interessenvertretung der Geschäftsleute in der Stadt - für Messefragen zuständig, begründete die Entscheidung mit dem hohen Personalaufwand, den eine solche Veranstaltung erfordere. Diese Ressourcen habe man zur Zeit nicht. Zudem sei neben dem hohen zeitlichen Aufwand eine Messe auch mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden, sagte Völker. Und das wolle man nicht eingehen. Als weiterer Grund komme hinzu, dass bei der letzten Messe nur 30 Prozent der Aussteller Ring-Mitglieder gewesen seien. Um genügend Aussteller zu bekommen, habe man auf das Umland zurückgreifen müssen.

 „Die Absage der Kagem für das nächste Jahr bedeutet nicht, dass die Messe für immer abgesagt ist“, erklärte Ring-Vorstandsmitglied Andrè Ahrens. Er deute aber an, dass die Pause durchaus recht lang sein könnte. Die Messe wurde in ihren Anfangsjahren auf dem Festplatz im Freizeitpark ausgerichtet. Doch das Interesse an der im zweijährigen Rhythmus stattfinden Gewerbeschau nahm immer weiter ab. Ab 2013 wurde sie in die Innenstadt verlegt. Dort wurde sie gut angenommen, obwohl sie beide Male unter schlechtem Wetter zu leiden hatte.

 Bürgermeister Hanno Krause bedauert die Absage. Die Kagem sei eine gute Werbung und imageträchtig für die Stadt gewesen. „Wir sollten die Messe nicht aufgeben und uns überlegen, ob die Stadt nicht im Rahmen der Wirtschaftsförderung die Organisation übernimmt.“

 Ganz auf Messen verzichten möchte der Ring aber nicht. Wie die stellvertretende Ring-Sprecherin Susanne Hansen-Grimm ausführte, liege jetzt das Augenmerk auf der Starter-Messe, die am 19. September von 10 bis 15 Uhr in der Gemeinschaftsschule am Marschweg stattfindet und von den Schulen der Stadt unterstützt wird. Dabei werden sich Firmen, aber zum Beispiel auch die Polizei, den Schülern und deren Eltern vorstellen und ihnen zeigen, welche berufliche Ausbildungsmöglichkeiten es gibt.

 Susanne Hansen-Grimm bezeichnete in ihrem Rückblick auf 2015 das Weinfest und den Weihnachtsmarkt, beide vom Ring organisiert, als „Super-Veranstaltungen“.

 Diskutiert wurde über die Öffnungszeiten Kaltenkirchener Geschäfte. Eine Anregung war, sich auf Kernöffnungszeiten für alle Innenstadtgeschäfte zu einigen. Der Bürgermeister bedauerte, dass einige Läden mittags geschlossen seien, was einfach nicht mehr in die Zeit passe. Susanne Hansen-Grimm versprach, dass der Ring-Vorstand dieses Thema aufgreifen werde.

 Bei den Wahlen wurde Jan Kohfahl in seinem Vorstandsamt bestätigt. Dem Kaltenkirchener Ring gehören 145 Mitgliedsbetriebe an, von denen 20 bei der Jahreshauptversammlung vertreten waren.

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