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Millionen für die Holstentherme

Kaltenkirchen Millionen für die Holstentherme

Die Holstentherme ist nicht nur eines der beliebtesten Freizeitbäder im Norden, sondern auch eines der wirtschaftlich erfolgreichsten in ganz Deutschland. Ende dieses Monats wird Richtfest für das orientalische Ritual-Dampfbad „La Mamounia“ gefeiert, das Anfang 2017 in Betrieb geht.

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Auch das gibt es in der Saunenwelt der Holstentherme. Die Besucher, wie hier eine Hamburgerin, können sich zu bestimmten Zeiten kostenfrei Gesichtsmasken anlegen lassen.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Das Kaltenkirchener Bade-, Saunen- und Fitnessparadies mit seinen 110 Mitarbeitern schreibt keine roten Zahlen und kommt zudem ohne städtische Zuschüsse aus. Und das, obwohl kräftig investiert wurde und wird. Der stete Blick in die Zukunft ist eines der Erfolgsrezepte. „Investitionen steigern die Attraktivität und sichern damit das nachhaltige Wachstum und letztendlich auch die wirtschaftliche Solidität“, sagt Geschäftsführer Stefan Hinkeldey.

 Er und sein Team haben in dieser Beziehung in nächster Zeit noch allerhand vor. Wer längere Zeit nicht in dem Komplex an der Norderstraße war, reibt sich verwundert die Augen. „Wir erweitern und erneuern stets, mitunter auch nur Kleinigkeiten, die dann aber doch ins Auge fallen“, erklärt der Geschäftsführer. Und wenn es nur die echten Palmen für den Wintergarten sind.

 Im vergangenen Jahr allerdings waren es keine Kleinigkeiten, sondern Großinvestitionen, die mit über 2,5 Millionen Euro zu Buche schlugen. Ausgegeben wurde das Geld unter anderem für eine neue Rutsche und einen neuen Pool.

 Ab dem nächsten Jahr steht ein weiteres Millionen-Investment bevor. Der Empfangsbereich soll komplett verändert werden. In zwei Bauabschnitten entstehen zudem zusätzliche Umkleidegebäude. Sie sorgen für mehr Kapazität und sind komfortabler. Weiterhin entstehen eine vergrößerte Eingangshalle und eine veränderte Außenfassade im Kolonialstil.

 „Unsere Kolleginnen mussten in den letzten Jahren immer mehr Besucher auf sehr beengtem Raum empfangen“, erläutert Hinkeldey. Er hat an diesem Projekt mehrere Jahre gearbeitet und dann auch den Aufsichtsrat überzeugt, der rund 2,5 Millionen Euro dafür bewilligte. Stolz ist der Geschäftsführer in diesem Zusammenhang, dass in den letzten fünf Jahren im Schnitt 2 Millionen Euro pro Jahr für Investitionen und Instandsetzung aus eigener Finanzierung ausgegeben werden konnten.

 Während die neue Fassade die Außenansicht komplett verändert, wird das Innere lichtdurchfluteter, die Rezeption großzügiger. Die Pläne stammen vom in der Bäderbranche als renommiert geltenden Architekturbüro Geising & Böker aus Hamburg.

 Das rund 600000 Euro teure Gebäude des „La Mamounia“ fügt sich stimmig in die Silhouette der Saunenwelt ein. In dem Neubau können die Besucher in einem separaten Relax-Bereich mit kleiner Dachterrasse entspannen. „Dort wird dann Tee aus einem Samowar gereicht, um Körper und Geist zur Ruhe kommen zu lassen“, kündigt Hinkeldey an, „um das zu gewährleisten, wird es eine Beschränkung der gleichzeitigen Zutritte geben müssen.“

 Auch in das Fitnessstudio wurde investiert. So wurden zum Beispiel Lauftrainer mit integriertem Fernsehempfang angeschafft, die die TV-Geräte an der Decke überflüssig machen. Außerdem können Studiogäste von zu Hause persönliche Daten in die Thermen-Software einspielen.

 2015 besuchten fast 500000 Menschen die Holstentherme. Vor zehn Jahren waren es 300 000. In diesem Jahr soll die halbe Million deutlich übertroffen werden. „Die Chancen sind gut“, meint Hinkeldey, der sich besonders über die hohe Zahl der Club-Mitglieder freut. „Wir haben zur Zeit den bisherigen Höchststand von 2300, wovon 1450 auf das Fitnessstudio entfallen.“ Das sei auch deshalb gut, weil es ein feststehender Einnahmeposten ist.

 Stolz ist Hinkeldey auf die Integrationsarbeit. „Wir unterstützen ein Projekt des Tausendfüßler-Kinder- und Familiengartens und bieten Schwimmkurse für Flüchtlingskinder an.“ Um die Verständigung sicherzustellen, stellt die Therme einen Mitarbeiter aus Marokko ab. Der Geschäftsführer: „Den Kindern einen sicheren Aufenthalt und den Umgang mit dem Element Wasser, aber auch gleichzeitig unsere Baderegeln von klein auf näherzubringen, ist dabei unser Ziel.“

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