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Neues Gesicht für die CDU-Spitze

Kaltenkirchen Neues Gesicht für die CDU-Spitze

Ein Newcomer soll neuer CDU-Vorsitzender in Kaltenkirchen werden. Alles deutet darauf hin, dass der 36-jährige Thomas Kurz Nachfolger von Hauke von Essen wird, der bei der Jahreshauptversammlung am Freitag, 24. Juni, nicht erneut für das Amt kandidieren wird.

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Thomas Kurz möchte neuer CDU-Vorsitzender in Kaltenkirchen werden.

Quelle: privat

Kaltenkirchen. Zwar wollen weder der scheidende Vorsitzende noch sein Stellvertreter Karl-Heinz Krause den Namen Kurz bestätigen, geben aber zu, einen Kandidaten gefunden zu haben, der gewillt ist, den Posten zu übernehmen. Krause bezeichnet den Bewerber, den sich der Vorstand ausgeguckt hat, als „sehr guten Mann“.

 Der Kandidat, Verkaufsleiter beim Henstedt-Ulzburger Möbelhaus Hesebeck, ist auskunftsbereiter. „Ich würde den Vorsitz sehr gerne übernehmen“, sagt er. Zwar sei er erst rund ein Jahr in der Partei, aber trotzdem traue er sich das Amt zu. Sollten die Mitglieder ihn wählen, werde er mit viel Elan an seine Aufgabe herangehen, verspricht er – und junges, frisches Blut an der Spitze tue dem Ortsverein vielleicht ja ganz gut.

 Hinter den Kulissen wird schon länger an der Karriere von Kurz gearbeitet. Der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann aus Seth hatte ihn der Kaltenkirchener CDU-Führung ans Herz gelegt. Denn Storjohann kennt den Vater von Thomas Kurz gut, der in Hamburg bei den Christdemokraten tätig ist. So dauerte es nicht lange, und Kurz wurde bürgerliches Ausschussmitglied im Sozial- und Gleichstellungsausschuss der Stadt. Er soll auch in den Aufsichtsrat der Volkshochschule (VHS) einrücken, bestätigte VHS-Vorsitzender Manfred Feige. Dort würde er ebenfalls den Platz Hauke von Essens einnehmen, der sich aus dem Gremium zurückziehen wird. „Die CDU hat das Vorschlagsrecht für das Amt und hat Kurz nominiert. Und ich werde diesem Vorschlag folgen“, erklärte Feige. Der voraussichtliche neue CDU-Ortschef Kurz, ein gebürtiger Henstedt-Ulzburger, lebt seit rund dreieinhalb Jahren in Kaltenkirchen. Er ist verheiratet. Der Juni könnte ihm doppeltes Glück bescheren. Neben dem CDU-Vorsitz sieht er in dem Monat auch Vaterfreuden entgegen. Das erste Baby der Familie wird erwartet.

 Von Essen will, anders als den Parteivorsitz, seine Ämter als Stadtvertreter und stellvertretender Bürgermeister in Kaltenkirchen behalten. Er engagiert sich in letzter Zeit außerdem mehr in der Kreispolitik. Dem Kreistag gehört er als Abgeordneter bereits an. Von Essen galt als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge des Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Claus-Peter Dieck. Der hatte angekündigt, dieses Amt Ende Juni niederzulegen, nachdem er bei der Nominierung als CDU-Landtagskandidat eine Niederlage erlitt. Ins Bild passte dabei, dass es im Kaltenkirchener Ortsverband einen Meinungsumschwung gab. Nach Informationen der Segeberger Zeitung wollte die Kaltenkirchener CDU ursprünglich die Kandidatur von Dieck als Direktbewerber für die Landtagswahl unterstützen und ein klares, öffentliches Bekenntnis für ihn abgeben. Doch auf einmal war davon keine Rede mehr. Die Stimmung sei im Ortsverband geteilt gewesen, sagt von Essen. Einige seien für Dieck, andere hingegen für den nun als Kandidaten gewählten Ole-Christopher Plambeck gewesen. Deshalb habe die Kaltenkirchener CDU sich im Vorhinein für keinen Bewerber positioniert.

 Nachdem von Essen noch am Montag seine Ambitionen auf den Vorsitz der CDU-Kreistagsfraktion offen gelassen hatte, gab er nun auf der Homepage der Kaltenkirchener CDU seinen Verzicht bekannt

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Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

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