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Neues Quartier für junge Familien

Kaltenkirchen Neues Quartier für junge Familien

Am Montag war der symbolische Spatenstich für den „Wohnpark Am Zeisigring“. So heißt die Reihenhaussiedlung auf dem ehemaligen Gelände der Paracelsus-Klinik an der Alvesloher Straße. In dem rund 50000 Quadratmeter großen Quartier entstehen 166 Reihenhäuser.

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Bürgervorsteher Rüdiger Gohde (links), Bürgermeister Hanno Krause (3. von links) sowie weitere Kaltenkirchener Kommunalpolitiker und Mitarbeiter der Deutschen Reihenhaus AG griffen auf der Baustelle zum Spaten, um den Baubeginn für den Wohnpark am Zeisigring zu symbolisieren.

Quelle: Stephan Ures

Kaltenkirchen. 7000 Kubikmeter grauer Schotter - wie zwei Dünen stehen an der Alvesloher Straße die geschredderten Reste dessen, was einmal das Kreiskrankenhaus und später die Paracelsus-Klinik war. Die 12000 Tonnen Schutt werden jetzt in den Boden eingearbeitet.

 Noch in diesem Jahr - bis Weihnachten - werden 40 Wohneinheiten des ersten Bauabschnitts fertig sein, kündigt Bauleiter Daniel John vom Unternehmen Deutsche Reihenhaus an, das rund 30 Millionen Euro in dieses Quartier investiert. Vier Bauabschnitte sind geplant - etwa jedes Jahr einer, wie Bürgermeister Hanno Krause am Montag auf der Baustelle sagte; vielleicht geht es auch schneller, wenn genügend Nachfrage da ist.

 Und auf die setzt die Deutsche Reihenhaus, denn rund 100 Kaufanfragen gebe es schon, erklärt Kundenbetreuerin Sarah Pietsch, vorwiegend aus dem nördlichen Raum um Hamburg, aus Norderstedt und auch aus Kaltenkirchen selbst, wo die Passanten seit Monaten dabei zusehen können, wie aus dem Krankenhausgelände eine Mondlandschaft wurde.

 Bürgermeister Krause hofft darauf, dass sich hier zum Großteil junge Familien ansiedeln, womöglich auch, um mit Immobilieneigentum etwas für ihre Altersvorsorge zu tun. Damit der Wohnpark für junge Eltern attraktiv ist, hat sich die Stadt ein Grundstück gesichert, auf dem ein Kindergarten mit rund 90 Plätzen entstehen soll, in Nachbarschaft zur bereits bestehenden Kita Abenteuerland. Wer den Kindergarten baut und betreibt, wird eine Ausschreibung klären. Spätestens 2018 soll er in Betrieb gehen, denn Kita-Plätze würden in der Stadt dringend benötigt, sagt Krause.

 Drei Reihenhaustypen mit den vielversprechenden Namen „Lebensfreude“, „Wohntraum“ und „Familienglück“ werden angeboten, mit 81, 116 und 141 Quadratmetern, sie kosten zwischen 145000 und 199000 Euro. Der Zeisigring wird U-förmig von der Alvesloher Straße abzweigen, zum nahen Brookweg wird es eine Fußwegverbindung geben. Auf dem Areal entstehen für die Hausbewohner rund 250 Parkplätze, davon knapp 120 in einer Tiefgarage. Heizung, Strom und Warmwasser für die Häuser liefert ein Blockheizkraftwerk auf dem Gelände.

 Auch Kaltenkirchener Kommunalpolitiker griffen beim symbolischen Baustart zum Spaten - nur nicht Reinhard Bundschuh von Pro Kaki, denn seine Wählergemeinschaft hatte den Wohnpark abgelehnt. Nach seiner Meinung „wurde die Chance auf eine vielfältigere Nutzung vertan“, Pro Kaki hätte auf dem ehemaligen Krankenhausgelände auch gern einen Nahversorgungsstandort für Artikel des täglichen Bedarfs gesehen, also etwa eine Bäckerei oder ein Bistro. Bundschuh beruft sich dabei auch auf ein Einzelhandelsgutachten, in dem darauf hingewiesen wird, dass es im südwestlichen Teil der Stadt eine solche Einkaufsmöglichkeit nicht gebe. Und architektonisch findet er den Wohnpark wenig originell: „Drei Haustypen, zwei Grautöne und für alle das gleiche Gartenhäuschen.“

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