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Parkhaus auch für Fahrräder

Kaltenkirchen Parkhaus auch für Fahrräder

Nicht nur Autofahrer wird es freuen, dass neben der jetzigen Parkpalette ein dreigeschossiger Anbau mit weiteren 130 Pkw-Stellplätzen entsteht – auch an Radfahrer wird gedacht. Für sie sind voraussichtlich ab Frühjahr 2017 bis zu 100 überdachte Abstellmöglichkeiten vorgesehen.

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Reinhard Bundschuh von Pro-Kaki (von links), Kurt Barkowsky (CDU), Bürgermeister Hanno Krause (CDU) und Bernd Schädler (SPD) begutachten die Parkpalette. Ein Anbau mit Stellplätzen für 130 Pkw und 100 Fahrräder soll bis Anfang 2017 fertig sein.

Quelle: Alexander Christ

Kaltenkirchen. Die Beschlüsse dazu fasste die Stadtvertretung bereits 2014 mit der Mehrheit der Stimmen von CDU und der Wählergemeinschaft Pro-Kaki. SPD und FDP lehnten damals ab. An diesen unterschiedlichen Auffassungen hat sich wenig geändert. Vorbehalte gibt es vor allem wegen der Kosten; mancher sähe das Geld woanders sinnvoller ausgegeben.

 Der Baubeginn für das neue Parkhaus ist in der ersten Hälfte dieses Jahres vorgesehen. Einigkeit herrschte bei den vier Fraktionssprechern der Stadtvertretung und Bürgermeister Hanno Krause bei einem Ortstermin, dass bei dieser Gelegenheit für Pendler zusätzliche Fahrrad-Stellflächen geschaffen werden sollen. Sie würden, so der jetzige Planungsstand, im hinteren, dem AKN-Bahnhof zugewandten ebenerdigen Trakt entstehen. Vorgesehen sind Fahrradbügel und abschließbare Gitterboxen. Zudem sollen Akku-Aufladestationen für Fahrräder und Autos installiert werden.

 FDP-Fraktionssprecher Eberhard Bohn begrüßt zwar, dass zusätzliche Stellflächen für Fahrräder kommen, doch die hätten nach seiner Meinung auch auf dem weitgehend ungenutzten Dach des Sky-Marktes entstehen können. Zudem moniert Bohn, dass die 1,7 Millionen Euro für Grunderwerb und Parkhauserweiterung anderweitig sinnvoller investiert hätten können. „Dafür ist Geld vorhanden, aber auf eine Attraktivitätssteigerung der Holstenstraße durch eine Umwandlung zu einer sogenannten ,Straße für alle’ muss weiter gewartet werden. Das verstehe, wer will.“

 Für SPD-Fraktionschef Bernd Schädler kommt der Parkhausanbau, den seine Partei an sich befürwortet, zu früh. „Vor dem Hintergrund des hohen Schuldenstands der Stadt und den hohen Kosten für Straßensanierungen wie beispielsweise am Kisdorfer Weg und dem Bau einer neuen Flüchtlingsunterkunft an der Kieler Straße hätten wir diese Investition gerne noch ein wenig nach hinten geschoben.“ Für zusätzliche Radabstellplätze in der Innenstadt setze sich die SPD übrigens bereits seit vier Jahren ein.

 Nach Auffassung von Reinhard Bundschuh, Sprecher von Pro-Kaki, werden die neuen Abstellflächen für Fahrräder nicht nur den Pendlern Vorteile bringen, sondern auch zur Belebung der Innenstadt beitragen.

 Für CDU-Fraktionssprecher Kurt Barkowsky ist der zweite Parkhaustrakt ein Muss. „Kaltenkirchen braucht mehr Parkflächen in der Innenstadt“, ist er sich sicher.

 Denn die Parkplatzlage wird nicht besser. Die Stadt will auf einem Areal an der Brauerstraße/Ecke Hamburger Straße, das zurzeit als Notparkplatz mit 50 Pkw-Stellflächen genutzt wird, ein Quartier für Betreutes Wohnen errichten. Dort fallen also Stellplätze weg, und auch für die künftigen Bewohner der Wohnanlage muss Parkraum geschaffen werden. Der Bebauungsplan für die künftige Wohnanlage ist auf dem Weg.

 Die neuen Fahrradplätze in der Parkpalette werden etappenweise eingerichtet. Der genaue Platzbedarf werde noch ermittelt, sagt Bürgermeister Krause. Für ihn wird es auch langsam Zeit, denn er erinnert an ein Verkehrskonzept aus dem Jahr 2009, in dem bereits der Bedarf für einen Ausbau der Parkpalette mittel- bis langfristig gesehen wird. „Seitdem sind sieben Jahre vergangen und der Bedarf an zusätzlichen Parkflächen hat deutlich zugenommen,“ stellte Krause fest, „deshalb brauchen wir insbesondere für die Kunden und die Beschäftigten der Geschäfte in Kaltenkirchens Zentrum mehr Parkraum."

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