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Richtfest für Feuerwache

Kaltenkirchen Richtfest für Feuerwache

Der Rohbau steht: Die Freiwillige Feuerwehr feierte am Freitag zusammen mit Gästen das Richtfest der neuen Feuerwache in der Süderstraße. Läuft das 10-Millionen-Euro-Projekt weiter nach Plan, wird das 3500 Quadratmeter große Gebäude im Herbst 2016 bezogen.

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Wehrführer Thomas Schwedas (von links), Bürgermeister Hanno Krause und Jens Wittkugel, Ingenieur für Wasserwirtschaft, feierten nach dem Richtspruch mit rund 80 Gästen die Fortschritte beim Rohbau.

Quelle: Lutz Timm

Kaltenkirchen. Die alte Wache im Kisdorfer Weg wird vermutlich abgerissen.

 „Es ist schön zu sehen, dass der Bau so gut voran geht. Wir liegen im verabredeten Zeitplan“, sagte Bürgermeister Hanno Krause. „Meine Hochachtung gilt den Kameraden, die so lange in der alten Wache durchhalten.“ Ein Neubau sei vor allem wegen der gesetzlich festgelegten Hilfsfristen unvermeidlich gewesen, die im alten Standort nicht immer eingehalten werden können. Zudem habe die Feuerwehrunfallkasse eine Gefährdung der ehrenamtlichen Helfer moniert und auf einen Erweiterung gedrängt. „Ich weiß, dass viel Herzblut in die alte Wache geflossen ist und einige mit einem tränenden Auge gehen. Aber eine Wirtschaftlichkeitsanalyse hat ergeben, dass eine vollständige Sanierung im Kisdorfer Weg fast 8,5 Millionen Euro gekostet hätte“, betonte der Verwaltungschef. Zuvor wurde die Wache – hauptsächlich in Eigenarbeit – immer wieder an- und umgebaut.

 2013 fiel die Entscheidung der Kommunalpolitik für den Neubau. Der erste Spatenstich auf dem 14000 Quadratmeter großen Gelände erfolgte im März. Der jetzt fertiggestellte Rohbau zeigt die Dimensionen, die die künftigen Hausherren erwarten. In dem rund 120 Meter langen Gebäude haben die mittlerweile 14 Einsatzfahrzeuge Stellplätze nebeneinander, um im Notfall schnell ausrücken zu können. Die 1974 errichtete Wache im Kisdorfer Weg hingegen ist für fünf Fahrzeuge ausgerichtet, die hintereinander abgestellt werden müssen. Auch die räumlich prekäre Situation der 103 Feuerwehrleute wird entschärft. Im an die Fahrzeughalle angrenzenden Sozial- und Bürogebäude ist auf zwei Stockwerken ausreichend Platz für Sanitäranlagen, Umkleideräume, Büros und Schulungsräume. Auch die rund 40 Mitglieder starke Jugendfeuerwehr und die DLRG-Ortsgruppe kommen in dem Neubau unter.

 „Wir freuen uns auf den Umzug. Die alte Wache ist erheblich beengt“, sagte Wehrführer Thomas Schwedas. „Hier haben wir endlich mehr Platz.“ Während der gesamten Planungs- und Bauzeit sei die Feuerwehr mit einbezogen worden. „Seit Anfang an werden wir gefragt und waren bei jeder Baubesprechung dabei. Die gute Zusammenarbeit ist wirklich schön.“

 Von den 9,4 Millionen Euro Gesamtkosten hat die Stadt Kaltenkirchen bisher 2,8 Millionen Euro ausgegeben. Das Land fördert den Neubau durch ein zinsgünstiges Darlehen über 3,4 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsfond. „Damit werden rund 500000 Euro weniger an Zinszahlungen fällig“, erläuterte Bürgermeister Krause. In den kommenden Wochen werden die Tore, Türen und Fenster eingebaut. „Im Winter kommt dann der Innenausbau mit der Installation von Elektrik, Sanitäranlagen sowie Lüftung und Heizung, den wir glücklicherweise nahtlos anschließen können.“

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