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Rückkehr in den Bauverein

Kaltenkirchen Rückkehr in den Bauverein

Das genossenschaftliche Wohnungsunternehmen Bauverein hat an der Spitze unruhige Zeiten hinter sich. In den vergangenen Jahren gab es in Vorstand und Aufsichtsrat mehrere Wechsel Als neuer hauptamtlicher Vorstand ist seit 1. Februar Christian Schwalger (35) im Amt.

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Der nebenamtliche Vorstand des Bauvereins Kaltenkirchen, Peter Göttsche (links), hat mit Christian Schwalger seit Anfang Februar wieder einen hauptamtlichen Vorstand an der Seite.

Quelle: Stephan Ures

Kaltenkirchen. Mit 1500 eigenen Wohnungen, vorwiegend in Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg, und 350 weiteren Objekten im Fremdbesitz, die er verwaltet, ist der Bauverein eine gewichtige Größe auf dem Immobilienmarkt der Region. Geführt wird er von einem hauptamtlichen und einem nebenamtlichen Vorstand. Nach dem Ausscheiden von Stefan Ellendt war Peter Göttsche, im Hauptberuf in der Immobilienabteilung der Kaltenkirchener Bank tätig, einzig verbliebener Vorstand.

 Christian Schwalger ist gebürtiger Stralsunder und absolvierte seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann in Rostock. Über eine weitere Station in Pinneberg kam er 2006 zum Bauverein. Von 2007 bis 2009 absolvierte er in der Abendschule die Ausbildung zum Immobilienfachwirt, 2011 übernahm er beim Bauverein die Teamleitung in der Vermietungsabteilung, ehe er 2013 zu einer Wohnungsgenossenschaft in Hamburg wechselte. Er muss in Kaltenkirchen in guter Erinnerung geblieben sein, denn der Bauverein kam während der Suche nach einem neuen Vorstand auf ihn zu, obwohl rund 20 Bewerbungen für den Posten vorlagen.

 Dieser Stallgeruch spielte offenbar ein Rolle bei der Wiederbesetzung, für die er sich „drei Monate Zeit gelassen“ habe, wie Aufsichtsratsvorsitzender Johann Fuhlendorf sagt. Schwalger sieht es zunächst als eine Aufgabe an, „Ruhe ins Unternehmen“ zu bringen. Vorgänger Ellendt hatte das Unternehmen im Herbst recht plötzlich verlassen, wozu Aufsichtsrat Fuhlendorf auch jetzt nichts Näheres sagen wollte. Man habe sich „im Guten getrennt“, es gab eine „einvernehmliche Vertragsauflösung“. Es sei nun einmal üblich, in solchen Fällen zu einer gemeinsamen Sprachregelung zu kommen. Auch in den Jahren zuvor hatten Vorstände vorzeitig das Unternehmen verlassen, 2011 legte außerdem der damalige Aufsichtsratsvorsitzende sein Amt nieder.

 Christian Schwalger ist unverheiratet, lebt aber in einer festen Beziehung und hat einen siebenjährigen Sohn. Die Familie wohnt in Kaltenkirchen. Sein Vorstandsposten umfasst die Organisation des Unternehmens mit den Bereichen Rechnungswesen, Betriebsführung und Personalwesen. Sein Vorstandskollege Göttsch ist zuständig für den „Marktbereich“: Verkauf, Vermietung, Bauvorhaben und Grundstücke.

 Der Bauverein hat 35 Mitarbeiter in Verwaltung und Haustechnik. Er wurde 1949 gegründet, um den damaligen Weltkriegsflüchtlingen neue Unterkünfte zu schaffen. Daran erinnern noch heute Bezeichnungen der Wohnblocks wie „Haus Brandenburg“, „Haus Danzig“ oder „Haus Stolp“. Die Bilanzsumme des Unternehmens betrug zuletzt 65 Millionen Euro im Jahr.

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